Wie entferne ich Essensgerüche aus meiner Wohnung?

Lesedauer: 15 Min – Beitrag erstellt: 6. Juni 2026, zuletzt aktualisiert: 6. Juni 2026

Essensgerüche verschwinden am zuverlässigsten, wenn du die Quelle, die Luftzirkulation und die aufgenommene Geruchslast gemeinsam angehst. Reine Duftsprays überdecken das Problem meist nur für kurze Zeit, während Fett, Dampf und Textilien den Geruch oft stundenlang festhalten.

Der schnellste Weg ist deshalb: Ursache beseitigen, frische Luft gezielt bewegen, Oberflächen reinigen und stark riechende Materialien behandeln. Je früher du reagierst, desto weniger setzt sich der Geruch in der Wohnung fest.

Warum sich Kochgerüche so hartnäckig halten

Beim Kochen entstehen nicht nur Geruchspartikel, sondern oft auch Fettnebel und feine Dampftröpfchen. Diese lagern sich auf Schränken, Wänden, Vorhängen, Polstern und sogar in Fugen ab. Gerade bei Bratgerichten, Fisch, Kohl, Knoblauch oder stark gewürzten Speisen bleibt deshalb mehr zurück als nur ein „Luftgeruch“.

Ein häufiger Irrtum ist, dass nur der Raum selbst riecht. In der Praxis hängt der Geruch oft in mehreren Schichten: in der Luft, auf Oberflächen und in Textilien. Solange eine dieser Schichten aktiv bleibt, kommt der Geruch beim nächsten Einschalten der Heizung, beim Aufwirbeln von Staub oder am nächsten Morgen wieder zurück.

Auch die Belüftung spielt eine große Rolle. In dichten Wohnungen, bei geschlossenen Innentüren oder wenn die Küche offen zum Wohnraum ist, verteilt sich der Geruch schnell. Dann reicht es nicht, einfach ein Fenster kurz zu kippen. Die Luft muss wirklich ausgetauscht werden, idealerweise mit Durchzug oder gezieltem Luftstrom.

Schnell reagieren, bevor sich der Geruch festsetzt

Wenn gerade erst gekocht wurde, hilft oft ein einfacher Ablauf: Herd aus, Pfanne und Topf abdecken, Essensreste sofort entsorgen, Fenster weit öffnen und die Luft aktiv bewegen. Ein Ventilator kann dabei helfen, die Luft in Richtung Fenster zu lenken, wenn du ihn sinnvoll aufstellst. Das Ziel ist, die Geruchswolke nicht im Raum zirkulieren zu lassen, sondern nach draußen zu drücken.

Wichtig ist auch die Reihenfolge. Erst die Quelle beenden, dann lüften, dann reinigen. Viele machen es umgekehrt und verteilen den Geruch mit wedelnden Handtüchern, offenen Töpfen oder zu spätem Wischen erst recht in der Wohnung.

Wenn du nach dem Kochen noch länger in der Wohnung bist, hilft es, die Küche nicht sofort „abzuschließen“. Ein kurz geöffnetes Fenster direkt nach dem Kochen ist oft wirksamer als spätes, halbherziges Lüften eine Stunde später. Frische Luft wirkt am besten, solange der Geruch noch in der Luft schwebt und sich nicht in Materialien gesetzt hat.

Die Küche zuerst behandeln

Die Küche ist fast immer der wichtigste Ausgangspunkt. Dort entstehen Gerüche, dort bleibt Fett zurück, und dort sitzt oft der stärkste Restgeruch auf Arbeitsflächen, dem Herd, der Dunstabzugshaube und in der Nähe des Spülbeckens. Wer nur den Wohnraum reinigt, übersieht meist die eigentliche Ursache.

Arbeite die typischen Geruchsquellen nacheinander ab: Herdplatten, Kochfeld, Spritzschutz, Fronten, Griffleisten, Abzugshaube und der Bereich direkt neben dem Kochfeld. Auch der Mülleimer, der Biomüllbehälter und der Abfluss können eine Rolle spielen, besonders wenn Essensreste oder Fett dort gelandet sind. Ein leicht säuerlicher oder muffiger Beiklang ist oft ein Hinweis darauf, dass die Quelle nicht nur vom Kochen selbst kommt.

Bei vielen Küchen hilft bereits warmes Wasser mit etwas fettlösendem Reiniger. Fettige Beläge binden Gerüche besonders gut, deshalb ist „einmal drüberwischen“ oft zu wenig. Wenn die Oberflächen nach dem ersten Wischen noch schmieren, bleibt meist auch der Geruch zurück.

Auch die Dunstabzugshaube verdient Aufmerksamkeit. Ein verschmutzter Metallfilter oder ein alter Aktivkohlefilter kann Gerüche eher festhalten als abführen. Wenn die Haube zwar laut läuft, aber die Luft gefühlt kaum besser wird, ist oft der Filter überfällig oder die Luftführung ungünstig.

Textilien nehmen Gerüche schneller auf als Wände

Vorhänge, Sofa, Teppiche, Kissen und sogar Kleidung wirken wie kleine Geruchsspeicher. Gerade in offenen Wohnküchen reicht es schon, wenn der Dampf beim Kochen in das Wohnzimmer zieht. Dann riecht die ganze Wohnung „nach Essen“, obwohl die Küche selbst längst sauber ist.

Anleitung
1Vor dem Kochen ein Fenster öffnen oder Querlüftung herstellen.
2Die Haube rechtzeitig einschalten und nicht erst bei starkem Geruch.
3Nach dem Kochen noch einige Minuten weiterlüften.
4Filter und Lüftungsschlitze in festen Abständen reinigen.

Polster und Teppiche kannst du zuerst gründlich absaugen. Das entfernt zwar nicht den Geruch selbst, aber es nimmt Partikel weg, die sonst weiter ausgasen. Bei waschbaren Textilien hilft ein Waschgang mit passender Temperatur und ausreichend Waschmittel. Wenn der Stoff es verträgt, kann auch ein zusätzlicher Spülgang sinnvoll sein, damit keine Fett- oder Reinigungsrückstände bleiben.

Vorhänge werden oft vergessen, dabei hängen sie direkt im Luftstrom. Wenn du regelmäßig stark riechst, lohnt es sich, diese häufiger zu waschen oder zumindest gut auszulüften. Ein Gardinenstoff kann nach einem einzigen intensiven Kochabend erstaunlich viel übernehmen.

Bei empfindlichen Polstern ist vorsichtiges Arbeiten wichtig. Zu viel Feuchtigkeit kann neue Gerüche fördern, weil der Stoff dann länger braucht, um vollständig zu trocknen. Dann hilft eher trockene Geruchsreduktion durch Lüften, Absaugen und gegebenenfalls ein geeignetes Textilreinigungsmittel nach Herstellervorgabe.

Gerüche in der Luft gezielt abbauen

Frische Luft bleibt der wichtigste Hebel, aber sie muss richtig eingesetzt werden. Am wirksamsten ist oft Stoßlüften mit geöffneten Fenstern auf mehreren Seiten, wenn das baulich möglich ist. So entsteht ein Luftwechsel, der die Geruchspartikel schneller aus der Wohnung bringt.

Wenn kein Durchzug möglich ist, kann ein Ventilator helfen, den Luftstrom in eine Richtung zu lenken. Er sollte so stehen, dass er die geruchsbelastete Luft nach draußen befördert oder Frischluft in den Raum zieht. Ein Ventilator mitten im Raum ohne klare Richtung wirbelt die Luft häufig nur durcheinander.

Ein Luftreiniger mit geeignetem Filter kann Gerüche reduzieren, besonders wenn er einen Aktivkohlefilter besitzt. Er ersetzt das Lüften aber nicht. Er ist eher eine Unterstützung, wenn draußen schlechte Luft herrscht, nachts kein Fenster offen bleiben soll oder die Geruchsbelastung in einer offenen Wohnküche länger anhält.

Du kannst dir die Reihenfolge leicht merken: erst Luftquelle öffnen, dann Luft bewegen, dann Geruchsträger reinigen. Wer nur einen Duftspender nutzt, verschiebt das Problem meist, statt es zu lösen.

Was in Küche und Abfluss oft übersehen wird

Manche Gerüche stammen nicht mehr direkt vom Essen, sondern von Rückständen. In Spülen, Sieben, Abflüssen und dem Bereich unter der Spüle sammeln sich Fett, Speisereste und Feuchtigkeit. Das kann einen Essensgeruch verstärken oder ihn muffig wirken lassen.

Der Mülleimer ist ebenfalls ein Klassiker. Schon kleine Mengen von Fisch, Zwiebeln, Fleischresten oder Soßen können innen und am Deckel Geruch abgeben. Auch der Boden unter dem Müllbeutel wird gern übersehen, wenn etwas ausgelaufen ist. Wer hier gründlich reinigt und den Behälter komplett trocknen lässt, merkt oft sofort einen Unterschied.

Ein weiterer typischer Punkt ist die Dunstabzugshaube samt Umgebung. Fett setzt sich nicht nur im Filter ab, sondern auch auf den Flächen rundherum. Wenn dieser Film lange bleibt, nimmt die Küche jedes Mal beim Erwärmen der Luft wieder Geruch auf. Die Oberfläche fühlt sich dann vielleicht nur leicht klebrig an, ist aber geruchstechnisch ein Dauerproblem.

Hausmittel sinnvoll einsetzen

Hausmittel können helfen, wenn sie richtig eingesetzt werden. Sie ersetzen jedoch keine Reinigung, wenn Fett oder Rückstände vorhanden sind. Backpulver, Natron oder Essig werden oft genannt, aber ihre Wirkung hängt stark vom Einsatzort ab.

Natron kann bei Textilien und in offenen Schalen Gerüche teilweise binden. Es wirkt vor allem dort, wo Gerüche aus der Luft aufgenommen werden können. Auf fettigen Oberflächen bringt es allein wenig, wenn die eigentliche Schicht aus Kochrückständen bestehen bleibt.

Essig wird gern gegen Gerüche eingesetzt, eignet sich aber nicht für jede Oberfläche und riecht selbst zunächst stark. Er kann bei manchen Hartflächen helfen, ist aber kein Wundermittel gegen alte Fettfilme. Bei Naturstein, empfindlichen Materialien oder lackierten Flächen solltest du vorher prüfen, ob das Mittel geeignet ist.

Kaffeesatz, Duftkerzen oder Raumparfüm sind ebenfalls eher Begleiter als Lösungen. Sie überdecken Gerüche, aber sie entfernen sie nicht. Wer auf Dauer Ruhe möchte, kommt um Reinigung und gute Lüftung nicht herum.

Typische Fehler, die den Geruch verlängern

Ein häufiger Fehler ist zu spätes Lüften. Wenn die Wohnung bereits voll mit Kochdunst ist, braucht die Luft deutlich länger, bis sie sich wieder normal anfühlt. Besser ist es, schon während des Kochens für Luftabzug zu sorgen, wenn das ohne Wärmeverlust oder Zugprobleme möglich ist.

Ein zweiter Fehler ist das Halbsauber-Machen. Ein sichtbarer Fleck ist eben nicht die ganze Geschichte. Fettfilm auf Griffen, Schrankfronten oder dem Fliesenspiegel kann reichen, damit die Wohnung noch Stunden später nach Essen riecht.

Auch zu viel Feuchtigkeit kann ungünstig sein. Wer Teppiche, Polster oder Vorhänge durchnässt, schafft neue Trocknungsprobleme. Dann bleibt der Raum länger dumpf, und aus dem Kochgeruch wird schnell ein Mischgeruch aus Küche und feuchtem Stoff.

Manchmal wird auch die falsche Stelle behandelt. Der Geruch ist dann im Wohnzimmer am stärksten spürbar, kommt aber in Wahrheit aus der Küche oder vom Müll. Solange die Quelle nicht gefunden ist, bleibt jede Maßnahme halb wirksam.

Ein sinnvoller Ablauf für den Alltag

Im Alltag hilft eine einfache Reihenfolge, damit der Geruch gar nicht erst die Oberhand gewinnt. Zuerst entfernst du Speisereste und lässt die heiße Quelle ausdampfen. Danach lüftest du kräftig, reinigst die wichtigsten Flächen und kümmerst dich zuletzt um Textilien und Geruchsspeicher.

  • Quelle beenden und Restwärme kontrollieren
  • Fenster weit öffnen und Luftstrom herstellen
  • Herd, Abzug, Arbeitsflächen und Müllbereich reinigen
  • Polster, Vorhänge und Teppiche prüfen
  • Bei Bedarf Geruchsquelle im Abfluss oder Mülleimer beseitigen

Diese Reihenfolge spart Zeit, weil du nicht mehrfach dieselben Flächen bearbeitest. Sie verhindert auch, dass ein sauberer Raum direkt wieder durch die Küche nachgeladen wird.

Praxisbeispiel 1: Fisch gebraten, Wohnung riecht am Abend noch immer

Nach dem Braten von Fisch hängt der Geruch oft in der Küche und zieht bis ins Wohnzimmer. In so einem Fall reicht es meist nicht, nur eine Kerze anzuzünden. Sinnvoller ist es, zuerst die Pfanne, den Herd und den Spritzbereich zu reinigen, dann für kräftigen Luftaustausch zu sorgen und die Küche für eine Weile offen zu lassen.

Oft sind auch Handtücher oder der Müllbeutel betroffen, weil dort Fischreste oder Fett angekommen sind. Wenn der Geruch am nächsten Morgen noch da ist, ist die Ursache häufig ein unbemerkter Fettfilm auf Oberflächen oder der Filter der Haube.

Praxisbeispiel 2: Curry gekocht, das Sofa riecht mit

Ein stark gewürztes Curry verteilt seine Aromen sehr schnell in einer offenen Wohnküche. Wenn danach das Sofa nach Essen riecht, ist meist der Dampf in die Polster gezogen. Hier hilft zuerst Lüften, dann gründliches Absaugen und bei abziehbaren Bezügen eine Wäsche nach Pflegeetikett.

Bleibt der Geruch nur im Sofa, aber nicht mehr in der Küche, spricht das dafür, dass die Luft bereits sauberer ist und jetzt vor allem das Polster der Geruchsträger ist. Dann dauert es oft etwas, bis alles wieder neutral ist, besonders wenn der Raum warm ist.

Praxisbeispiel 3: Nach dem Kochen riecht die ganze Wohnung dumpf

Wenn die gesamte Wohnung dumpf nach Essen riecht, steckt oft mehr dahinter als ein einzelner Kochabend. Häufig ist die Luftzirkulation schwach, und zusätzlich lagern sich Gerüche in Vorhängen, Teppichen oder im Flur ab. Dann braucht es neben Lüften auch eine gründliche Reinigung der stark belasteten Flächen.

In solchen Fällen lohnt es sich, einmal systematisch durchzugehen, wo die Luft hingezogen ist. Oft zeigt sich dann, dass die Küche selbst nur ein Teil des Problems war und der Wohnraum den Geruch weiterträgt.

Wann du genauer hinschauen solltest

Bleibt der Geruch trotz Reinigung mehrere Tage hartnäckig, steckt möglicherweise ein anderes Problem dahinter. Dann lohnt sich ein Blick auf den Mülleimer, den Kühlschrank, den Abfluss, verschüttete Flüssigkeiten unter Möbeln oder alte Essensreste in der Küche. Manchmal ist auch ein verschmutzter Lüftungsschacht oder eine schlecht wartende Abzugshaube beteiligt.

Wenn ein Geruch immer wieder in derselben Form auftaucht, obwohl kaum gekocht wurde, solltest du die Quelle genauer eingrenzen. Dann ist es wahrscheinlich kein normaler Kochgeruch mehr, sondern ein Rückstands- oder Feuchtigkeitsproblem. Das ist wichtig, weil sonst die falsche Stelle behandelt wird und der Geruch bleibt.

Bei sehr alten oder in Wände gezogenen Gerüchen kann eine einfache Oberflächenreinigung zu wenig sein. Dann brauchen eventuell auch poröse Materialien, Teppichunterlagen oder schlecht belüftete Nischen Aufmerksamkeit. Je früher du solche Stellen findest, desto geringer ist der Aufwand.

Gerüche aus Materialien und Oberflächen lösen

Essensgerüche sitzen nicht nur in der Luft, sondern auch in porösen Materialien, Fettfilmen und feinen Staubschichten. Deshalb reicht Lüften allein oft nicht aus, wenn sich Ablagerungen auf Schränken, Lichtschaltern, Griffen oder der Dunstabzugshaube gebildet haben. Ein mildes Reinigungsmittel mit etwas Fettlösekraft hilft dabei, diese unsichtbaren Schichten zu entfernen, ohne empfindliche Oberflächen zu beschädigen.

Besonders hilfreich ist ein systematisches Vorgehen von oben nach unten. So fällt kein gelöster Schmutz auf bereits gereinigte Flächen zurück. Deckenlampen, Wandbereiche rund um den Herd, Schrankfronten und der Bereich hinter dem Kochfeld verdienen dabei Aufmerksamkeit, weil sich dort feine Partikel ablagern, die Gerüche länger festhalten als glatte, häufig geputzte Flächen.

  • Fronten mit einem leicht feuchten Mikrofasertuch abwischen.
  • Fettige Rückstände mit warmem Wasser und geeignetem Reiniger lösen.
  • Griffe, Schalter und kleine Kanten nicht vergessen.
  • Nach dem Reinigen trocken nachwischen, damit keine neuen Beläge entstehen.

Geruchsquellen außerhalb der Küche mitdenken

Oft wandern Essensgerüche aus der Küche in Bereiche, die im Alltag wenig Beachtung bekommen. Offene Türen, Luftzug und weiche Einrichtungsgegenstände verteilen Partikel schnell im Flur, Wohnzimmer oder Schlafzimmer. Auch Vorhänge, Kissen, Teppiche und Polstermöbel nehmen Geruchsstoffe auf und geben sie später wieder ab, besonders wenn die Heizung läuft oder direkte Sonne auf die Flächen trifft.

Darum lohnt sich ein Blick auf Räume, die mit dem Kochbereich verbunden sind. Ein kurzer Rundgang mit offenem Fenster zeigt oft, wo sich Geruch besonders hält. Dort hilft es, Textilien auszulüften, Decken auszuklopfen oder abnehmbare Bezüge zu waschen. Bei Teppichen und Polstern kann ein sanftes Ausbürsten oder das Absaugen mit einem sauberen Aufsatz den Geruchsfilm deutlich reduzieren.

Diese Stellen werden leicht übersehen

  • Vorhänge und Raffrollos in angrenzenden Räumen
  • Sofakissen, Decken und Plaids
  • Teppichkanten und Fußmatten
  • Schuhschrank und Garderobe im Flur
  • Offene Regale mit Stoffboxen oder Körben

Raumluft gezielt frisch halten

Ein angenehmes Raumklima entsteht nicht nur durch kurzes Stoßlüften, sondern durch eine gute Luftführung während und nach dem Kochen. Während des Kochens hilft es, Fenster auf Kipp oder besser gegenüberliegend zu öffnen, damit sich die Luft austauschen kann. Nach dem Kochen sollte die Luft noch eine Weile zirkulieren, damit sich aufgewirbelte Partikel nicht sofort wieder absetzen.

Auch die richtige Nutzung der Dunstabzugshaube spielt eine Rolle. Sie sollte früh eingeschaltet werden, idealerweise schon beim Erhitzen von Öl oder bei stark riechenden Zutaten. Nachlaufzeiten sind sinnvoll, weil die Haube noch Reste aus der Luft zieht, wenn der Herd bereits aus ist. Bei Geräten mit Filter ist regelmäßige Reinigung wichtig, denn ein zugesetzter Filter nimmt Gerüche schlechter auf und verteilt sie im Zweifel sogar wieder im Raum.

  1. Vor dem Kochen ein Fenster öffnen oder Querlüftung herstellen.
  2. Die Haube rechtzeitig einschalten und nicht erst bei starkem Geruch.
  3. Nach dem Kochen noch einige Minuten weiterlüften.
  4. Filter und Lüftungsschlitze in festen Abständen reinigen.

Gerüche im Alltag vorbeugen, statt nur nachzusteuern

Am wenigsten Aufwand entsteht, wenn Gerüche gar nicht erst lange in der Wohnung bleiben. Das beginnt schon bei der Zubereitung. Deckel auf Töpfen, passende Pfannenhitze und saubere Arbeitsflächen senken die Menge an Dampf und Fettpartikeln in der Luft. Wer stark riechende Speisen in kleinen Portionen zubereitet oder empfindliche Zutaten erst zum Schluss hinzufügt, hält die Belastung zusätzlich gering.

Auch Routinen nach dem Kochen helfen. Müll mit Resten von Fisch, Zwiebeln oder Gewürzen sollte möglichst direkt nach draußen gebracht werden. Schneidebretter, Messer und Pfannen brauchen zeitnah eine gründliche Reinigung, weil sich dort Geruchsstoffe besonders gut halten. Zudem ist es sinnvoll, regelmäßig den Kühlschrank zu prüfen, da sich dort ebenfalls Aromen sammeln können, die später die Raumluft beeinflussen.

  • Beim Kochen möglichst mit Deckel arbeiten.
  • Pfannen und Töpfe nicht unnötig lange offen stehen lassen.
  • Abfälle mit starkem Eigengeruch schnell entsorgen.
  • Arbeitsgeräte direkt reinigen, solange Rückstände noch weich sind.
  • Kühlschrank und Vorratsbereich in festen Abständen kontrollieren.

Wer diese Schritte in den Alltag einbindet, muss seltener zu aufwendigen Maßnahmen greifen. So bleibt die Wohnung nach dem Essen schneller wieder neutral und angenehm nutzbar.

Fragen und Antworten

Wie lange bleiben Kochgerüche in einer Wohnung?

Das hängt stark von Gericht, Raumgröße und Lüftung ab. Leichte Gerüche verschwinden oft nach einigen Stunden, während Fett- und Gewürznoten sich in Textilien und Möbeln deutlich länger halten können.

Welche erste Maßnahme hilft am schnellsten?

Am wirksamsten ist meist ein direkter Luftaustausch. Öffne gegenüberliegende Fenster, setze wenn möglich einen Ventilator ein und bringe den Dunst zügig aus der Wohnung heraus.

Warum hilft Lüften allein manchmal nicht?

Weil sich Geruchspartikel nicht nur in der Luft befinden, sondern auch an Oberflächen anlagern. Ohne Reinigung von Herdbereich, Arbeitsflächen und Textilien bleibt die Geruchsquelle oft bestehen.

Welche Textilien sollte ich zuerst behandeln?

Vorhänge, Kissen, Decken, Sofabezüge und Teppiche nehmen Gerüche besonders schnell auf. Waschbare Stoffe sollten zeitnah in die Reinigung oder in die Waschmaschine, während nicht waschbare Materialien gründlich ausgelüftet werden sollten.

Hilft Essig gegen schlechte Gerüche in der Wohnung?

Essig kann Gerüche teilweise binden, sollte aber sparsam eingesetzt werden. Sein eigener Geruch ist ebenfalls stark, deshalb ist eine gute Dosierung wichtig, damit nicht ein Problem durch das nächste ersetzt wird.

Kann Natron Gerüche im Raum reduzieren?

Natron eignet sich gut, um Gerüche auf einzelnen Flächen oder in Gefäßen zu mindern. Für größere Räume reicht es allein meist nicht aus, kann aber eine sinnvolle Ergänzung zu Lüften und Reinigen sein.

Sollte ich auch Abzugshaube und Filter reinigen?

Ja, denn dort sammeln sich Fett und Geruchsrückstände besonders schnell. Ein verschmutzter Filter verteilt Gerüche später erneut in der Luft und senkt die Wirkung der Haube deutlich.

Warum riecht das Wohnzimmer oft mit, obwohl nur in der Küche gekocht wurde?

Gerüche wandern mit der Luft und setzen sich dort ab, wo Stoffe und Polster vorhanden sind. Offene Grundrisse verstärken diesen Effekt, weil es weniger Barrieren zwischen Kochbereich und Wohnraum gibt.

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Eine geschlossene Wohnung nach dem Kochen schnell wieder zu vergessen, ist einer der häufigsten Fehler. Auch zu spätes Reinigen von Pfannen, Arbeitsflächen und Mülleimer verlängert die Geruchsbelastung unnötig.

Wann ist gründlicheres Vorgehen nötig?

Wenn der Geruch trotz Lüften und Putzen mehrere Tage bleibt, lohnt sich ein genauer Blick auf versteckte Quellen. Dann sollten auch Polster, Vorhänge, Abflüsse, Filter und schwer erreichbare Flächen überprüft werden.

Checkliste
  • Quelle beenden und Restwärme kontrollieren
  • Fenster weit öffnen und Luftstrom herstellen
  • Herd, Abzug, Arbeitsflächen und Müllbereich reinigen
  • Polster, Vorhänge und Teppiche prüfen
  • Bei Bedarf Geruchsquelle im Abfluss oder Mülleimer beseitigen

Fazit

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