Wie kann ich eine elektrische Klingel auf Lautlos stellen?

Lesedauer: 15 Min – Beitrag erstellt: 17. Juni 2026, zuletzt aktualisiert: 17. Juni 2026

Eine elektrische Klingel lässt sich je nach Bauart meist über einen Schalter, den Trafo, die Innenstation oder die Lautstärkeeinstellung des Systems stummschalten. Oft reicht schon ein kleiner Eingriff am Gerät oder an der Stromversorgung, damit der Gong vorübergehend nichts mehr von sich gibt.

Wichtig ist dabei zuerst zu klären, welche Klingel überhaupt verbaut ist: klassischer Türgong, Funkklingel, Video-Türsprechanlage oder eine smarte Lösung. Erst wenn das System eindeutig ist, lässt sich der leise Modus sicher finden, ohne aus Versehen die ganze Anlage lahmzulegen.

Die richtige Bauart erkennen

Bevor du an Knöpfen drehst oder Sicherungen suchst, lohnt ein kurzer Blick auf das System. Die Art der Klingel entscheidet fast immer darüber, wo sich der Ton abschalten lässt und ob es überhaupt eine echte Lautlos-Funktion gibt.

Bei einem klassischen elektrischen Gong sitzt die Technik oft an einer Innenstation im Flur oder im Eingangsbereich. Funkklingeln haben dagegen häufig eine kleine Empfängereinheit mit Lautstärkeregler, Mute-Taste oder mehreren Melodien. Smarte Türklingeln laufen wiederum oft über App, Innenmonitor oder separate Einstellungen am Hausterminal.

Wenn du nur einen runden Gong an der Wand oder einen kleinen Kasten mit Klingeltrafo findest, ist das eher ein einfaches System. Wenn zusätzlich ein Display, eine Kamera oder mehrere Tasten vorhanden sind, gehört die Einstellung meist direkt zum Bedienmenü des Geräts.

Ein häufiger Irrtum: Nicht jede Klingel hat einen sichtbaren Lautlos-Schalter. Manchmal wird die Stille erst über eine reduzierte Lautstärke, einen Nachtmodus oder das Trennen einzelner Komponenten erreicht.

Typische Wege zum Stummschalten

Am einfachsten ist es immer dann, wenn das Gerät eine direkte Stummschaltung bietet. Dann genügt meist ein Schalter, eine Taste oder eine Menüoption, und die Klingel bleibt still, bis du sie wieder aktivierst.

Viele Funkklingeln besitzen an der Empfängereinheit einen Regler für Lautstärke oder Klingelton. Dreht man ihn ganz nach links oder drückt die Mute-Taste, wird der Ton deaktiviert. Das ist die sauberste Lösung, weil weder an der Hausverkabelung noch am Sicherungskasten gearbeitet werden muss.

Bei Gegensprechanlagen gibt es oft unterschiedliche Betriebsarten. Manche Systeme haben einen Rufton-Schieber, andere einen Nachtmodus oder eine programmierbare Rufabschaltung für bestimmte Zeiten. In Mehrfamilienhäusern ist das besonders praktisch, weil die Innenstation dann stumm bleibt, ohne dass die Türkommunikation insgesamt ausfällt.

Bei sehr einfachen elektrischen Klingeln wird der Ton teilweise über den Trafo oder die Versorgung unterbrochen. Das ist aber nur dann sinnvoll, wenn du genau weißt, welcher Stromkreis zur Klingel gehört. Andernfalls schaltest du womöglich mehr aus als geplant.

So gehst du sinnvoll vor

Am besten prüfst du zuerst die Bedienung direkt am Gerät, dann die Innenstation und erst danach die Stromversorgung. Diese Reihenfolge spart Zeit und verhindert unnötige Eingriffe an der Elektrik.

  1. Suche an Klingel, Gong oder Innenstation nach einer Taste, einem Schieberegler oder einer Menüfunktion für Ton oder Lautstärke.
  2. Prüfe, ob es einen Nachtmodus, Ruhemodus oder eine Zeitsteuerung gibt.
  3. Falls nichts davon vorhanden ist, kontrolliere die Sicherung oder den Trafo nur dann, wenn du das System sicher zuordnen kannst.
  4. Teste danach mit einem Klingeldruck, ob wirklich nur der Ton weg ist und andere Funktionen weiterarbeiten.

Wenn die Klingel trotz Stummschaltung noch summt, klickt oder unregelmäßig brummt, steckt oft ein anderer Fehler dahinter. Dann ist nicht der Rufton das Problem, sondern etwa ein lockerer Kontakt, ein alter Trafo oder ein mechanischer Gong, der nicht sauber zurückstellt.

Unterschiede zwischen den gängigen Systemen

Eine Funkklingel ist meist am unkompliziertesten. Hier sind Mute-Funktion und Tonregelung oft ausdrücklich vorgesehen, und die Bedienung wirkt fast schon selbsterklärend, wenn man die kleine Einheit einmal gefunden hat.

Anleitung
1Suche an Klingel, Gong oder Innenstation nach einer Taste, einem Schieberegler oder einer Menüfunktion für Ton oder Lautstärke.
2Prüfe, ob es einen Nachtmodus, Ruhemodus oder eine Zeitsteuerung gibt.
3Falls nichts davon vorhanden ist, kontrolliere die Sicherung oder den Trafo nur dann, wenn du das System sicher zuordnen kannst.
4Teste danach mit einem Klingeldruck, ob wirklich nur der Ton weg ist und andere Funktionen weiterarbeiten.

Eine kabelgebundene Klingel im Einfamilienhaus ist etwas weniger bequem, weil die Abschaltung je nach Installation über Taster, Trafo oder Innenstation erfolgt. Das ist technisch simpel, aber die Einstellung ist nicht immer sichtbar. Manche Modelle wirken von außen sehr schlicht und verbergen ihre Funktionen im Inneren des Gehäuses.

Bei einer Türsprechanlage im Mehrfamilienhaus sollte man vorsichtig sein. Dort betrifft die Lautlos-Funktion oft nur die eigene Wohnungseinheit. Der Hausanschluss selbst bleibt aktiv, und genau so soll es meistens auch sein.

Smart vernetzte Klingeln liefern die größte Flexibilität. Dort lassen sich Benachrichtigungen oft getrennt von der eigentlichen Klingelfunktion steuern, etwa über Zeitpläne, Push-Mitteilungen oder individuelle Ruftonprofile. Das hilft besonders dann, wenn man tagsüber erreichbar sein will, nachts aber Ruhe braucht.

Was du bei der Sicherheit beachten solltest

Sobald du an einer fest verdrahteten Klingel oder an einem Trafo arbeitest, gilt Vorsicht. Auch wenn Türgongs keine große Leistung haben, ist die elektrische Anlage trotzdem Teil des Hausstroms und sollte nicht blind geöffnet werden.

Wenn du ein Gehäuse abschrauben musst, schalte vorher nach Möglichkeit den passenden Stromkreis aus und prüfe, ob wirklich kein Signal mehr anliegt. Wer unsicher ist, lässt die Finger von blanken Leitern und konzentriert sich auf die Bedienung am Gerät oder auf die Herstellerfunktion.

Besonders bei älteren Installationen ist es klug, nichts zu überbrücken oder provisorisch abzuziehen. Ein falsch gesetzter Handgriff kann dazu führen, dass die Klingel später dauerhaft ausfällt oder der Trafo unnötig belastet wird.

Praxis im Alltag

In der Küche klingelt es ständig, weil der Hund ständig bellt oder Pakete angekündigt werden? Dann ist eine gezielte Stummschaltung für ein paar Stunden oft besser als das komplette Abschalten für den ganzen Tag. So bleibt die Anlage erreichbar, ohne dass jeder Besuch sofort das ganze Haus aufweckt.

In Mietwohnungen lohnt außerdem ein Blick darauf, ob die Anlage gemeinschaftlich genutzt wird. Die eigene Innenstation darf oft individuell leiser gestellt werden, an der zentralen Hausanlage sollte man aber nichts verändern. Gerade dort ist der sichere Weg meistens die lokale Bedienung an der Wohnungsstation.

Bei smarten Geräten hat es sich bewährt, erst den Ton und danach die Benachrichtigungen zu prüfen. Sonst ist der Gong zwar still, aber das Smartphone meldet sich weiterhin mit jedem Druck an der Haustür. Das ist technisch korrekt, aber im Alltag nur halb beruhigend.

Wenn der Ton nicht ausgeht

Bleibt die Klingel laut, obwohl du bereits eine Stummschaltung gesucht hast, ist oft entweder die falsche Einheit gemeint oder die Funktion ist anders benannt. Statt „lautlos“ heißen die Optionen je nach Hersteller auch „Ruhe“, „Stumm“, „Mute“, „Nacht“ oder „Ton aus“.

Ein weiterer typischer Grund ist ein festhängender Taster. Dann wird das Gerät nicht nur bei Besuch ausgelöst, sondern bleibt elektrisch gewissermaßen in einer Daueranforderung hängen. In so einem Fall hilft keine Lautstärkeeinstellung, sondern nur die Behebung der Ursache.

Auch schwache oder alternde Bauteile können für ein merkwürdiges Verhalten sorgen. Ein Gong, der brummt oder leise mitsummt, ist häufig eher ein Hinweis auf Verschleiß als auf eine fehlende Einstellung.

Wenn du nach dem ersten Versuch keine klare Wirkung siehst, geh zurück zum Anfang: Gerät identifizieren, Bedienfeld prüfen, dann erst an Versorgung oder Verdrahtung denken. Das ist meist schneller als ein vorschneller Eingriff an der falschen Stelle.

Was bei Mietwohnung und Mehrfamilienhaus sinnvoll ist

In einer Mietwohnung ist die Innenstation meistens der richtige Ort für Änderungen. Dort lassen sich Ruflautstärke, Klingelton oder zeitweise Ruhefunktionen oft gefahrlos anpassen, ohne dass die Hausanlage berührt wird.

Bei zentralen Sprechanlagen gelten oft Hausregeln oder fest verbaute Standards. Dann ist die Stummschaltung für die eigene Einheit zwar häufig möglich, aber nicht immer an jedem Modell gleich umgesetzt. Wer das Bedienfeld nicht kennt, sollte lieber erst ins Handbuch der Wohnungsstation schauen oder die Beschriftung am Gerät genau lesen.

Wenn Besuch zu festen Zeiten erwartet wird, kann ein Nachtmodus helfen, der sich automatisch wieder deaktiviert. Das ist angenehmer als eine dauerhafte Abschaltung, weil du nicht vergessen kannst, die Klingel wieder einzuschalten.

Praktische Unterschiede bei smarten Türsystemen

Bei app-gesteuerten Klingeln ist die Lautlos-Funktion oft nur ein Teil der Einstellung. Häufig trennst du dort zwischen Klingelton an der Innenstation, Benachrichtigungen am Handy und Bewegungserkennung der Kamera.

Das hat einen Vorteil: Du kannst den eigentlichen Gong abschalten und trotzdem informiert bleiben. Gerade nachts ist das nützlich, wenn die Tür ruhig bleiben soll, der Paketbote aber trotzdem nicht ignoriert werden soll.

Wer mehrere Personen im Haushalt hat, sollte die Berechtigungen prüfen. Bei manchen Systemen kann ein Nutzer den Ton ausschalten, während ein anderer ihn wieder aktiviert. Das ist praktisch, kann aber zu Verwirrung führen, wenn die Einstellung scheinbar von allein springt.

Typische Missverständnisse

Viele suchen nur nach einem Lautsprecher oder einer Taste mit „off“, obwohl die Einstellung an ganz anderer Stelle sitzt. Bei Geräten mit Menüführung liegt die Funktion häufig tief im Unterpunkt für Töne, Signale oder Benachrichtigungen.

Ein anderes Missverständnis: Leise ist nicht gleich lautlos. Manche Anlagen bieten nur fünf oder sechs Stufen und keinen echten Nullpunkt. Dann hört man die Klingel noch, nur eben gedämpft.

Auch wird oft übersehen, dass manche Systeme zwischen Türöffnung, Rufsignal und Gongton unterscheiden. Dann bleibt zum Beispiel die akustische Signalisierung weg, während die optische Anzeige oder die App-Meldung weiterläuft.

Wer die Unterschiede kennt, spart sich viel Herumprobieren. Genau deshalb lohnt sich der erste Blick auf Modellbezeichnung, Bedienfeld und eventuell die Beschriftung auf der Innenstation.

Wenn du nur vorübergehend Ruhe brauchst

Für eine kurze stille Phase ist ein schaltbarer Tonmodus die beste Lösung. Dauerhaftes Trennen der Stromversorgung ist dafür meist unnötig und im Alltag umständlicher.

Eine gute Zwischenlösung ist die zeitlich begrenzte Stummschaltung über einen Nacht- oder Ruhemodus. Danach arbeitet die Klingel wieder automatisch, ohne dass du etwas zurücksetzen musst.

Falls dein System so etwas nicht anbietet, ist ein kleiner Beschriftungszettel am Sicherungskasten oder an der Station hilfreich, damit später niemand rätselt, warum der Gong stumm geblieben ist. Das klingt banal, spart aber in Haushalten mit mehreren Personen einiges an Suche.

Praxisbeispiel aus dem Alltag

Ein Paar in einer Mietwohnung hat eine einfache Innenstation mit Lautstärkeregler. Tagsüber soll das Klingeln hörbar bleiben, nachts aber nicht. In diesem Fall reicht meist ein Drehregler mit verschiedenen Stufen, der abends auf Minimum gestellt und morgens wieder hochgedreht wird.

In einem anderen Haushalt ist eine Funkklingel mit separatem Empfänger montiert. Dort genügt die Mute-Taste am Empfänger, damit der Ton weg ist, während das Blinksignal weiterläuft. Genau dafür sind solche Geräte gedacht, und man muss keine Sicherung suchen.

Ein drittes Beispiel: Eine ältere Türsprechanlage im Mehrfamilienhaus hat einen Rufabschalter an der Wohnungsstation, der wie ein kleiner Schiebeschalter wirkt. Wird er auf Ruhe gestellt, bleibt nur diese eine Wohnung still, während die Hausanlage weiter normal funktioniert. Das ist die sauberste Variante, weil nichts am Gemeinschaftssystem verändert wird.

Wann Hilfe sinnvoll ist

Wenn du das Gerät nicht eindeutig identifizieren kannst oder wenn die Verdrahtung offen sichtbar ist, ist Zurückhaltung die bessere Wahl. Dann sollte die Lösung über die Bedienung am Gerät, den Hausverwalter oder eine Elektrofachkraft laufen.

Auch bei älteren Klingelanlagen mit brummendem Trafo, warmem Gehäuse oder dauerhaftem Dauerton ist eine Überprüfung sinnvoll. Solche Symptome deuten eher auf ein technisches Problem als auf eine reine Komforteinstellung hin.

Je weniger klar die Installation ist, desto wichtiger ist die sichere Reihenfolge: erst erkennen, dann einstellen, erst ganz am Ende an die Stromversorgung denken. So bleibt die Klingel still, ohne dass aus einem kleinen Komfortthema ein größeres Technikproblem wird.

Zusätzliche Stellschrauben für leise Signale

Bei einer klassischen Türklingel wird der Ton oft nicht nur über einen einzigen Schalter bestimmt. Häufig spielen Transformator, Gong, Taster und Verdrahtung zusammen, sodass sich die Lautstärke nicht überall gleich beeinflussen lässt. Deshalb lohnt es sich, zuerst zu prüfen, welche Komponente überhaupt das Signal erzeugt. Ein mechanischer Gong arbeitet anders als ein elektronischer Melder, und ein smarter Türgong bietet meist eigene Einstellungen im Gerät oder in einer App.

In vielen Anlagen lässt sich die Lautstärke über ein kleines Stellrad, einen Schieberegler oder eine Menüfunktion am Empfänger reduzieren. Bei älteren Modellen sitzt die Einstellmöglichkeit oft direkt am Gonggehäuse. Moderne Varianten haben dagegen manchmal mehrere Klangprofile, etwa einen Nachtmodus oder eine sanfte Benachrichtigung. Wer ein solches System nutzt, sollte auch auf benutzerdefinierte Zeitpläne achten, damit der Ton nur zu bestimmten Uhrzeiten deaktiviert oder leiser geschaltet wird.

  • Stellrad am Gong auf minimale Lautstärke setzen
  • Tonmodus auf einen leiseren Signalton umstellen
  • Nacht- oder Ruhezeiten im Systemmenü aktivieren
  • Bei Funkmodellen die Lautstärke des Empfängers getrennt prüfen

Technische Eigenheiten, die oft übersehen werden

Manche Klingeln geben ihre Lautstärke nicht gleichmäßig ab, weil Gehäuseform und Montageort den Schall verstärken oder dämpfen. Ein Gong in einem kleinen Flur wirkt oft deutlich präsenter als derselbe Ton in einem größeren Raum. Auch eine Wand aus hartem Material kann den Klang reflektieren und damit lauter erscheinen lassen. Wer weniger Akustik im Raum wünscht, kann das Gehäuse daher nicht nur elektrisch, sondern auch räumlich optimieren.

Bei batteriebetriebenen Türgongs beeinflusst außerdem der Batteriezustand die Tonwiedergabe. Ein schwacher Akku führt nicht automatisch zu leisem Betrieb, sondern manchmal zu unvollständigen Signalen oder unzuverlässiger Funktion. Bei netzbetriebenen Anlagen ist es sinnvoll, den Transformator und die Klemmen auf sichere Kontakte zu prüfen. Locker sitzende Verbindungen können zu Aussetzern führen, die leicht mit einer gewollten Stummschaltung verwechselt werden.

Akustik und Montage bedenken

Wer nur vorübergehend Ruhe braucht, kann den Empfänger testweise in einen weniger schalligen Bereich versetzen oder mit einer geeigneten Abdeckung arbeiten, sofern das Gerät dafür vorgesehen ist. Wichtig bleibt dabei, Lüftungsöffnungen und Bedienfelder nicht zu blockieren. Für dauerhafte Lösungen ist die vom Hersteller vorgesehene Einstellung immer die bessere Wahl als ein improvisierter Eingriff am Gehäuse.

Zwischen Dauerlösung und Sonderfall unterscheiden

Nicht jede Situation verlangt dieselbe Art der Anpassung. In einer Mietwohnung steht oft nicht die technische Umrüstung im Vordergrund, sondern eine einfache Bedienmöglichkeit, die ohne Eingriff in die Elektroinstallation auskommt. In einem Eigenheim lässt sich dagegen häufiger ein passender Gong oder ein zusätzlicher Schalter einbauen, wenn die vorhandene Anlage das nicht schon mitbringt. Smart vernetzte Systeme gehen noch weiter und erlauben manchmal getrennte Profile für Tag, Nacht und Besuchszeiten.

Wer viele Personen im Haushalt hat, sollte die Bedienung so gestalten, dass sie schnell verständlich bleibt. Ein klar beschrifteter Schalter oder eine eindeutige App-Einstellung verhindert, dass der Ton versehentlich dauerhaft aktiv bleibt. Bei Besuch, Handwerkern oder Lieferungen kann es hilfreich sein, einen gut sichtbaren Hinweis zu hinterlassen, damit niemand nach der Klingel sucht, obwohl sie absichtlich leise gestellt wurde.

  • Leisemodus so wählen, dass er leicht zurückgestellt werden kann
  • Einstellungen für mehrere Nutzer nachvollziehbar halten
  • Vorübergehende Ruhezeiten sichtbar kennzeichnen
  • Nach der Änderung die Signalfunktion mit einem Test prüfen

Pflege, Kontrolle und sinnvolle Nachrüstung

Auch eine bereits leise eingestellte Anlage sollte gelegentlich überprüft werden. Staub im Gehäuse, Korrosion an Kontakten oder gealterte Bauteile können den Klang verändern oder die Funktion ganz beeinträchtigen. Eine kurze Sichtkontrolle reicht oft schon aus, um erkennbare Schäden zu entdecken. Besonders bei älteren Gongs ist es sinnvoll, Schraubklemmen und Tastergehäuse auf festen Sitz zu prüfen.

Falls die vorhandene Klingel keine brauchbare Lautstärkeregelung bietet, kann ein Austausch gegen ein Modell mit einstellbarem Ton die dauerhaft angenehmere Lösung sein. Dabei sollten Spannungsangaben, Einbauort und Kompatibilität zum vorhandenen System beachtet werden. In vielen Fällen ist ein moderner Empfänger mit frei wählbarer Melodie die einfachste Möglichkeit, das Signal im Alltag besser an die Wohnsituation anzupassen.

So entsteht eine Lösung, die nicht nur leiser arbeitet, sondern auch im Alltag verlässlich bleibt. Wer die Bauart kennt, die Bedienelemente sauber nutzt und die Anlage regelmäßig prüft, findet meist ohne Umwege die passende Einstellung für mehr Ruhe im Eingangsbereich.

Häufige Fragen

Kann ich den Ton einer mechanischen Klingel einfach abschalten?

Bei mechanischen Modellen ist das meist nur über einen Eingriff am Klöppel, am Gong oder an der Stromversorgung möglich. Welche Lösung passt, hängt davon ab, wie die Klingel aufgebaut ist und ob sie fest verdrahtet oder batteriebetrieben ist.

Wo sitzt bei einer herkömmlichen Klingel der Schalter für die Lautstärke?

Ein eigener Lautstärkeregler ist bei klassischen Anlagen selten vorhanden. Häufig lässt sich nur zwischen voller Funktion, gedämpftem Klang oder kompletter Unterbrechung wählen, etwa über einen separaten Taster, einen Unterbrecher oder einen Umbau am Signalgeber.

Ist es sicher, die Klingel selbst zu öffnen?

Nur bei klarer Kenntnis der Anlage und nach dem Abschalten der Spannung sollte das überhaupt in Betracht kommen. Bei fest installierten Systemen gehören Prüfungen und Umbauten besser in fachkundige Hände, weil Leitungen und Netzteile beteiligt sein können.

Kann ich bei einer Funktürklingel den Ton am Empfänger abschalten?

Ja, viele Funksysteme bieten Stummschaltung, Nachtmodus oder unterschiedliche Melodien mit sehr geringer Lautstärke. Manchmal muss dafür nur ein Menü am Empfänger oder an der App aufgerufen werden.

Was mache ich, wenn kein Schalter für lautlos vorhanden ist?

Dann hilft oft nur ein Zugriff auf die Spannungsversorgung, ein zwischengeschaltetes Bedienelement oder ein Austausch des Empfängers. Bei älteren Anlagen lohnt sich auch ein Blick in die Unterlagen, weil dort oft eine versteckte Abschaltmöglichkeit beschrieben ist.

Kann ich die Klingel nur zeitweise deaktivieren?

Das ist bei vielen Anlagen möglich, etwa über einen vorhandenen Stummschalter oder über smarte Steuerung. So bleibt die Funktion erhalten, während du Ruhephasen, Arbeitszeiten oder die Nacht abdecken kannst.

Warum klingelt die Anlage trotz Abschaltung weiter?

Dann ist die Unterbrechung oft nicht an der richtigen Stelle gesetzt oder die Verdrahtung weicht von der Annahme ab. Auch ein zweiter Signalweg, etwa über einen zusätzlichen Gong oder ein Smart-Home-Modul, kann die Ursache sein.

Spielt die Bauart des Hauses eine Rolle?

Ja, besonders in Mietwohnungen und Mehrfamilienhäusern ist nicht jede Änderung ohne Weiteres sinnvoll. Dort sollten gemeinsame Leitungen, Haussprechanlagen und Zuständigkeiten geprüft werden, bevor etwas dauerhaft verändert wird.

Gibt es Unterschiede zwischen Türgong und Türklingel?

Ja, ein Gong im Innenraum und der eigentliche Taster an der Tür sind technisch oft getrennte Bauteile. Deshalb reicht es nicht immer, nur am Bedienteil zu suchen, wenn das Signal leiser werden oder ganz stoppen soll.

Wann sollte ich lieber eine Fachkraft holen?

Wenn unklare Verdrahtung, Netzspannung oder eine kombinierte Gegensprechanlage im Spiel sind, ist fachliche Hilfe die sichere Wahl. Das gilt auch dann, wenn nach einer Änderung mehrere Geräte nicht mehr so reagieren wie vorgesehen.

Fazit

Eine Klingel lässt sich je nach Bauart auf ganz unterschiedliche Weise leiser stellen oder vorübergehend abschalten. Entscheidend ist, die Technik zuerst sauber einzuordnen und dann die sicherste passende Lösung zu wählen. So bleibt die Anlage nutzbar, ohne unnötige Eingriffe vorzunehmen.

Checkliste
  • Stellrad am Gong auf minimale Lautstärke setzen
  • Tonmodus auf einen leiseren Signalton umstellen
  • Nacht- oder Ruhezeiten im Systemmenü aktivieren
  • Bei Funkmodellen die Lautstärke des Empfängers getrennt prüfen

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