Warum springt meine Sicherung bei Nutzung der Waschmaschine? Ursachen und Lösungen

Lesedauer: 15 Min – Beitrag erstellt: 4. Juni 2026, zuletzt aktualisiert: 4. Juni 2026

Wenn beim Start der Waschmaschine die Sicherung auslöst, steckt meist entweder eine Überlastung, ein Fehlerstrom oder ein Defekt an Gerät, Steckdose oder Leitung dahinter. Die gute Nachricht: In vielen Fällen lässt sich die Ursache mit einer sauberen Reihenfolge eingrenzen, ohne gleich das ganze Gerät zu verdächtigen.

Wichtig ist zuerst zu unterscheiden, ob wirklich der Leitungsschutzschalter fällt oder ob der Fehlerstromschutzschalter auslöst. Diese beiden Schutzorgane reagieren auf unterschiedliche Probleme, und genau dieser Unterschied spart oft viel Sucherei.

Was beim Auslösen der Sicherung technisch passiert

Eine Waschmaschine ist kein kleines Stromsparwunder. Beim Wasserheizen, beim Anlaufen des Motors und bei bestimmten Programmschritten zieht sie deutlich mehr Leistung als im Leerlauf. Wenn die elektrische Anlage an ihre Grenze kommt oder ein Bauteil einen Fehler hat, trennt der Schutz automatisch den Stromkreis.

Der Leitungsschutzschalter schützt vor zu hoher Stromstärke in der Leitung. Der Fehlerstromschutzschalter, oft umgangssprachlich als FI-Schutzschalter bezeichnet, reagiert auf Strom, der über einen anderen Weg abfließt, etwa über ein fehlerhaftes Gehäuse, Feuchtigkeit oder eine beschädigte Isolierung. Das klingt trocken, ist aber die wichtigste Weiche für die Diagnose.

Fällt nur der Leitungsschutzschalter, spricht das eher für Überlast, Kurzschluss oder einen schleichenden Defekt im Stromkreis. Fällt der FI mit, liegt der Verdacht stärker auf Isolationsfehler, Feuchtigkeit oder einem bauteilbedingten Erdschluss. Wenn du diesen Unterschied beobachtest, bist du der eigentlichen Ursache schon deutlich näher.

Die häufigsten Ursachen im Alltag

Sehr oft ist die Ursache banaler, als man zuerst denkt. Eine Waschmaschine an einer Leitung, an der gleichzeitig noch Trockner, Wasserkocher oder Heizlüfter hängen, bringt eine Sicherung schnell an den Rand. Das gilt besonders in älteren Wohnungen, in denen einzelne Steckdosenkreise stärker belastet werden als geplant.

Ein zweiter Klassiker ist ein Fehler in der Waschmaschine selbst. Typisch sind Heizstab, Entstörfilter, Motor, Pumpe oder Kabelverbindungen, die alterungsbedingt Schaden genommen haben. Auch Feuchtigkeit im Gerät oder am Stecker kann ausreichen, damit ein Schutzschalter auslöst.

Ebenso wichtig ist die Steckdose. Eine lockere Klemme, verbrannte Kontakte oder eine beschädigte Zuleitung können dazu führen, dass unter Last ein Kurzschluss oder ein Erdschluss entsteht. Von außen wirkt dann oft die Maschine verdächtig, obwohl der eigentliche Auslöser im Stromkreis davor sitzt.

Manchmal liegt der Fehler auch an einer Kombination: Die Maschine ist technisch noch okay, aber der Stromkreis ist knapp dimensioniert, die Steckdosenleiste ungeeignet oder eine alte Installation reagiert empfindlich. Gerade bei älteren Häusern ist das keine Seltenheit.

So grenzt du die Ursache sauber ein

Am zuverlässigsten gehst du in kleinen, nachvollziehbaren Schritten vor. Erst schauen, dann testen, dann bewerten. Wer alles gleichzeitig ändert, weiß am Ende nicht mehr, was den Ausschlag gegeben hat.

  1. Prüfe, ob wirklich die Sicherung oder der FI fällt und notiere, in welchem Moment das passiert.
  2. Trenne andere große Verbraucher vom selben Stromkreis.
  3. Starte die Waschmaschine erneut und beobachte, ob der Auslöser beim Einschalten, beim Wasserziehen oder beim Heizen kommt.
  4. Kontrolliere Stecker, Steckdose und Kabel auf Wärme, Verfärbungen, Geruch oder sichtbare Beschädigungen.
  5. Bleibt der Fehler bestehen, sollte ein Elektriker oder ein Kundendienst die Anlage und das Gerät prüfen.

Diese Reihenfolge hilft, weil viele Fehler nur unter Last auftreten. Eine Maschine kann im Stand völlig unauffällig wirken und erst nach wenigen Minuten das Schutzorgan werfen. Genau deshalb ist der Zeitpunkt des Auslösens so wichtig.

Wenn die Sicherung schon beim Einstecken oder beim ersten Startschritt auslöst, ist oft ein elektrischer Defekt wahrscheinlicher als eine reine Überlast. Passiert es erst beim Aufheizen des Wassers, rückt der Heizstab oder ein fehlerhafter Isolationswert stärker in den Fokus. Fällt der Schutz erst beim Schleudern, können Motor, Lager, Kabelbaum oder eine lose Verbindung beteiligt sein.

Warum Überlast so oft unterschätzt wird

Viele gehen sofort von einem kaputten Gerät aus, obwohl der Stromkreis schlicht zu viel gleichzeitig leisten soll. Eine Waschmaschine zieht zwar normalerweise nicht dauerhaft maximale Leistung, aber in Verbindung mit anderen Verbrauchern kann das schnell knapp werden. Vor allem in Küchen- oder Flurbereichen laufen an denselben Stromkreisen oft mehrere Geräte mit.

Anleitung
1Prüfe, ob wirklich die Sicherung oder der FI fällt und notiere, in welchem Moment das passiert.
2Trenne andere große Verbraucher vom selben Stromkreis.
3Starte die Waschmaschine erneut und beobachte, ob der Auslöser beim Einschalten, beim Wasserziehen oder beim Heizen kommt.
4Kontrolliere Stecker, Steckdose und Kabel auf Wärme, Verfärbungen, Geruch oder sichtbare Beschädigungen.
5Bleibt der Fehler bestehen, sollte ein Elektriker oder ein Kundendienst die Anlage und das Gerät prüfen.

Typisch ist etwa eine Waschmaschine, die auf derselben Sicherung wie Kühlschrank, Mikrowelle oder Trockner hängt. Solange nur ein Gerät arbeitet, fällt nichts auf. Sobald die Waschmaschine heizt und zusätzlich noch ein anderer Verbraucher anspringt, reicht die Reserve nicht mehr aus.

Auch Verlängerungskabel oder Mehrfachsteckdosen sind problematisch, wenn sie für Dauerlast nicht geeignet sind. Sie können warm werden, Übergangswiderstände erzeugen und damit das Risiko erhöhen, dass Schutzorgane auslösen. Wer bei der Fehlersuche nur auf die Maschine schaut, übersieht schnell den Rest der Strecke.

Wenn der FI fällt, ist Vorsicht besonders wichtig

Ein auslösender FI ist ein ernstes Warnsignal. Das bedeutet nicht automatisch einen gefährlichen Defekt, aber es weist oft auf einen Isolationsfehler, Feuchtigkeit oder eine Verbindung zur Erde hin. Gerade bei Waschmaschinen, die mit Wasser arbeiten, ist das ein Thema, das man nicht wegwischen sollte.

Häufig steckt ein gealterter Heizstab dahinter. Der Heizer sitzt in einem feuchten Umfeld, und kleine Isolationsschäden zeigen sich oft erst unter Betriebsbedingungen. Auch die Ablaufpumpe, das Netzkabel oder ein durchgescheuertes Innenkabel können den gleichen Effekt haben.

Wenn der FI regelmäßig fällt, sollte das Gerät nicht weiter im Blindflug benutzt werden. Ein einmaliger Aussetzer nach einem Umzug oder nach einer Feuchtigkeitssituation kann harmloser sein, aber wiederholtes Auslösen verlangt eine Fachprüfung. Das ist der sichere Standardweg.

Typische Missverständnisse bei der Fehlersuche

Ein häufiger Irrtum ist die Annahme, dass eine neue oder teure Waschmaschine automatisch ohne elektrische Probleme läuft. Auch moderne Geräte können einen defekten Heizstab, eine beschädigte Leiterplatte oder Feuchtigkeit im Anschlussbereich haben. Alter schützt vor Fehlern nicht, und Neuheit leider auch nicht.

Ein zweites Missverständnis ist die Vermutung, dass die Sicherung „zu empfindlich“ sei. Schutzorgane lösen in der Regel nicht grundlos aus. Sie reagieren auf einen Zustand, der im Stromkreis aus Sicht des Schutzes nicht stimmt. Deshalb sollte man nicht einfach eine stärkere Sicherung einsetzen oder den Schutz übergehen.

Ebenso trügerisch ist der Gedanke, dass ein Auslösen nur beim Start der Maschine etwas über den Motor sagt. In Wahrheit kann der Fehler auch an einer völlig anderen Stelle entstehen, etwa beim Heizvorgang oder durch eine beschädigte Steckdose. Der sichtbare Moment ist also nicht automatisch der Ort des Schadens.

Praxisbeispiel 1: Die Maschine fällt nur beim Waschen mit warmer Temperatur aus

In einer typischen Mietwohnung läuft die Waschmaschine bei 30 Grad problemlos, bei 60 Grad löst nach einigen Minuten der Schutz aus. Das deutet stark auf den Heizkreis hin, weil erst beim Erwärmen zusätzliche Last und Wärme im Bauteil entstehen. In so einem Fall ist der Heizstab einer der ersten Verdächtigen.

Bleibt der Fehler bei Kaltwäsche aus, spricht das eher gegen einen pauschalen Kurzschluss im Hauptanschluss. Dann lohnt sich die Prüfung des Heizstabs, der Kabelverbindungen und des Isolationsverhaltens unter Last. Genau diese Unterscheidung spart viel Zeit.

Praxisbeispiel 2: Der Schutz fällt sofort beim Einschalten

In einem Einfamilienhaus wird die Maschine eingesteckt, das Display geht an, und sofort fällt die Sicherung. Hier liegt der Fokus eher auf Netzkabel, Stecker, Steckdose oder einem massiven Fehler im Eingangsbereich des Geräts. Wenn der Fehler schon ohne längeren Betrieb kommt, ist ein rein thermisches Problem weniger wahrscheinlich.

In solchen Fällen hilft ein Test an einer sicher funktionierenden, fachgerecht geprüften Steckdose nur dann weiter, wenn die elektrische Anlage selbst nicht verdächtig ist. Bleibt das Verhalten identisch, ist das Gerät selbst stärker im Fokus. Falls der Fehler dort nicht auftritt, liegt die Ursache eher in der ersten Steckdose oder im zugehörigen Kreis.

Praxisbeispiel 3: Nach dem Umstellen der Waschmaschine tritt der Fehler auf

Nach einer Renovierung wurde die Maschine etwas verschoben, und seitdem springt die Sicherung. Das klingt unscheinbar, ist aber ein klassischer Hinweis auf ein gequetschtes Kabel, eine gelockerte Steckverbindung oder Feuchtigkeit im Bereich des Anschlusses. Ein paar Zentimeter Bewegungsweg können reichen, um ein vorgeschädigtes Kabel endgültig zu belasten.

Hier ist die räumliche Veränderung oft der Schlüssel. Wenn ein Fehler nach dem Verrücken beginnt, sollte man zuerst den Zustand von Kabel, Schlauchführung und Steckverbindung prüfen. Die Ursache ist dann häufig mechanischer Natur, nicht elektrisch „mystisch“.

Was du gefahrlos selbst prüfen kannst

Ein paar Dinge lassen sich ohne Spezialwerkzeug ansehen, bevor ein Fachmann kommt. Das ist sinnvoll, solange du nicht in das Gerät hineingreifst oder Gehäuseteile öffnest. Sichtprüfung und Lastbeobachtung reichen oft schon, um die Richtung einzuschätzen.

Achte auf diese Hinweise: riecht es verschmort, ist der Stecker warm, gibt es Verfärbungen an der Steckdose, zeigt das Kabel Knicke oder Druckstellen, oder läuft an der Maschine sichtbar Wasser aus? Solche Spuren sind ernst zu nehmen. Sie sagen oft mehr als ein einzelner Testlauf.

Hilfreich ist auch der Blick auf die Fehlerlogik im Alltag. Tritt das Problem nur dann auf, wenn gleichzeitig andere starke Verbraucher laufen, spricht vieles für Überlast. Tritt es unabhängig von anderen Geräten auf, rückt die Maschine selbst in den Vordergrund.

Wann ein Elektriker oder Kundendienst nötig ist

Sobald die Sicherung oder der FI wiederholt auslöst, sollte die Ursache fachlich geprüft werden. Das gilt erst recht, wenn Brandgeruch, Wärme an Steckdose oder Kabel, Feuchtigkeit oder sichtbare Schäden dazukommen. In diesen Fällen ist weiteres Ausprobieren keine gute Idee.

Ein Elektriker kann den Stromkreis, die Steckdose und die Schutzorgane messen. Ein Gerätetechniker prüft zusätzlich die Waschmaschine selbst, etwa den Heizstab, die Pumpe, den Motor und die Isolationswerte. Diese Aufteilung ist wichtig, weil die Ursache je nach Befund auch außerhalb des Geräts liegen kann.

Bei älteren Installationen kommt noch ein weiterer Punkt hinzu: Manchmal ist die gesamte Stromversorgung an dieser Stelle schlicht nicht mehr auf den heutigen Gerätealltag ausgelegt. Dann bringt nur eine technische Verbesserung der Installation nachhaltige Ruhe.

Wie du teure Fehlentscheidungen vermeidest

Wer vorschnell das falsche Teil tauscht, zahlt am Ende zweimal. Der Trick ist, zuerst das Auslösebild zu verstehen und dann die wahrscheinlichste Fehlerquelle anzugehen. Eine Maschine mit Heizfehler behandelt man anders als einen Stromkreis mit Überlastproblem.

Auch der Austausch von Sicherungen „mit etwas mehr Reserve“ ist keine Lösung. Schutzorgane sind auf Leitung und Installation abgestimmt. Wer daran herumdoktert, verschiebt das Problem im schlimmsten Fall nur und erhöht das Risiko für Schäden.

Wenn die Waschmaschine noch innerhalb der Gewährleistung oder Garantie liegt, solltest du vor eigenen Eingriffen die Unterlagen prüfen. Manche Reparaturen oder Eingriffe können spätere Ansprüche erschweren. In so einer Situation ist ein sauber dokumentierter Fehlerlauf oft wichtiger als der schnelle Selbstversuch.

Warum der Fehler oft nur zeitweise auftritt

Elektrische Fehler sind manchmal launisch. Ein Heizstab kann nur bei bestimmter Temperatur oder Feuchtigkeit auffällig werden. Eine lose Klemme kann je nach Erschütterung oder Vibrationszustand mal Kontakt haben und mal nicht.

Genau deshalb sind wiederholte Tests unter ähnlichen Bedingungen so wichtig. Ein einzelner erfolgreicher Probelauf beweist wenig, wenn das Problem nur nach 15 Minuten oder nur beim Schleudern auftritt. Muster sind hier wichtiger als Zufall.

Auch die Umgebung spielt eine Rolle. Nach starkem Putzen, hoher Luftfeuchte oder einem kleinen Wasseraustritt kann ein Fehler auftreten, der am nächsten Tag scheinbar verschwunden ist. Dann war die Ursache möglicherweise nicht weg, sondern nur vorübergehend trocken.

Woran du einen gefährlichen Zustand erkennst

Bestimmte Zeichen sprechen dafür, dass du nicht weiter testen solltest. Dazu gehören verschmorte Gerüche, sichtbare Funken, deutliche Wärmeentwicklung an Stecker oder Steckdose, Wasser im Bereich des Anschlusses und wiederholtes sofortiges Auslösen des FI. Solche Hinweise sind keine Bagatelle.

Auch wenn die Maschine nach dem Auslösen noch „irgendwie“ weiterläuft, ist das kein grünes Licht. Schutzorgane lösen nicht ohne Grund aus, und ein fortgesetzter Betrieb kann Bauteile weiter beschädigen. Sicherer ist es, den Stromkreis außer Betrieb zu lassen, bis die Ursache geklärt ist.

Wenn du unsicher bist, ob der Fehler von der Maschine oder der Elektroinstallation kommt, ist die sichere Haltung einfach: nicht weiter herumprobieren, sondern messen lassen. Das ist meist schneller und am Ende billiger als ein Folgeschaden.

Warum fällt die Sicherung manchmal erst nach einigen Minuten?

Das spricht oft für einen Fehler, der unter Last oder bei Erwärmung entsteht. Heizstäbe, Motoren oder lose Verbindungen zeigen sich häufig erst dann, wenn das Gerät bereits arbeitet. Der Zeitpunkt liefert daher einen wichtigen Hinweis für die Diagnose.

Ist es gefährlich, die Waschmaschine weiter zu benutzen?

Wenn der FI wiederholt auslöst oder Brandgeruch, Wärme oder Feuchtigkeit dazukommen, solltest du das Gerät nicht weiter betreiben. Der Schutz hat dann bereits einen ernstzunehmenden Fehler erkannt. Weiteres Testen ohne Klärung ist in diesem Fall keine gute Idee.

Kann auch die Steckdose schuld sein?

Ja, und das wird erstaunlich oft übersehen. Eine beschädigte oder lose Steckdose kann unter Last Probleme machen, obwohl die Maschine selbst in Ordnung ist. Deshalb gehört die gesamte Anschlussstrecke immer mit in die Prüfung.

Was ist der Unterschied zwischen Sicherung und FI?

Die Sicherung schützt vor zu hoher Stromstärke, der FI reagiert auf Fehlerstrom gegen Erde. Beide sind Schutzorgane, aber sie lösen bei unterschiedlichen Problemen aus. Wer weiß, welches Teil gefallen ist, kann die Ursache deutlich besser eingrenzen.

Kann eine Verlängerungsschur der Auslöser sein?

Ja, besonders wenn sie für die Last nicht geeignet ist oder bereits beschädigt wurde. Verlängerungen und Mehrfachsteckdosen sind bei Waschmaschinen keine gute Dauerlösung. Direktanschluss an eine fachgerecht geprüfte Steckdose ist meist die bessere Basis.

Wie lange dauert die Fehlersuche?

Eine erste Eingrenzung ist oft in wenigen Minuten möglich, wenn der Auslösezeitpunkt klar beobachtet wird. Eine fachgerechte Messung durch Elektriker oder Kundendienst kann je nach Situation länger dauern, liefert aber eine deutlich zuverlässigere Aussage. Bei sporadischen Fehlern braucht es manchmal mehrere Testläufe.

Was kostet die Reparatur ungefähr?

Das hängt stark davon ab, ob die Ursache im Stromkreis, an der Steckdose oder im Gerät liegt. Eine einfache Prüfung ist meist günstiger als der Austausch größerer Bauteile wie Heizstab oder Steuerung. Bei älteren Maschinen lohnt sich ein Kostenvoranschlag besonders.

Kann Feuchtigkeit wirklich so viel auslösen?

Ja, schon kleine Mengen Feuchtigkeit können einen Fehlerstrom verursachen oder vorhandene Schwachstellen sichtbar machen. Das gilt besonders bei Geräten, die mit Wasser und Wärme arbeiten. Nach einem Wasserleck oder einer nassen Bodenreinigung sollte man den Anschlussbereich deshalb aufmerksam prüfen.

Was, wenn die Maschine nur in einem bestimmten Programm auslöst?

Dann ist das Programm selbst ein wichtiger Hinweis, weil unterschiedliche Bauteile unterschiedlich stark belastet werden. Ein Kochprogramm spricht eher den Heizkreis an, ein Schleuderprogramm eher den Motor. Solche Muster helfen sehr bei der Fehlersuche.

Kann die Installation in der Wohnung veraltet sein?

Ja, vor allem in älteren Gebäuden sind Stromkreise, Schutzorgane und Steckdosen nicht immer für heutige Dauerlasten ausgelegt. Das zeigt sich oft erst, wenn moderne Haushaltsgeräte gleichzeitig arbeiten. Eine Prüfung der Elektroinstallation kann dann mehr bringen als ein reiner Blick auf die Waschmaschine.

Am Ende zählt die saubere Reihenfolge: erst den Auslösetyp erkennen, dann Last und Umgebung prüfen, danach Gerät und Installation getrennt bewerten. So lässt sich die Ursache meist deutlich schneller finden, und die nächsten Schritte sind viel klarer. Wer bei Warnzeichen aufhört und fachlich prüfen lässt, ist am besten unterwegs.

FAQ

Warum löst der Schutzschalter aus, obwohl die Waschmaschine normal startet?

Der Startvorgang belastet das System noch nicht vollständig. Kritisch wird es oft erst, wenn Motor, Heizung oder Pumpe unter Last arbeiten und dabei mehr Strom ziehen, als der Stromkreis dauerhaft verträgt.

Kann ein einzelner Waschgang mit hoher Temperatur den Ausfall auslösen?

Ja, denn beim Erwärmen des Wassers steigt die Belastung deutlich an. Zeigt sich der Fehler nur bei 60 oder 90 Grad, spricht das häufig für ein Problem im Heizkreis, für eine geschwächte Leitung oder für einen insgesamt zu knapp ausgelegten Stromkreis.

Ist ein ausgelöster FI immer ein Hinweis auf einen Defekt am Gerät?

Nein, nicht automatisch. Ein FI reagiert auf Fehlerströme, und diese können ebenso aus einer beschädigten Steckdose, einer feuchten Verbindung oder einer gealterten Leitung stammen.

Welche Rolle spielt die Steckdose bei solchen Störungen?

Eine lose oder verbrannte Steckdose kann Übergangswiderstände erzeugen und dadurch Wärme und Spannungsprobleme verursachen. Auch ein schlechter Kontakt kann reichen, damit der Betrieb instabil wird und der Schutz abschaltet.

Kann die Hausinstallation selbst zu knapp bemessen sein?

Ja, vor allem bei älteren Stromkreisen mit mehreren Verbrauchern an einem gemeinsamen Kreis. Waschmaschine, Trockner, Wasserkocher oder Heizgeräte auf derselben Leitung erhöhen das Risiko einer Überlast deutlich.

Warum tritt der Fehler manchmal nur zeitweise auf?

Weil manche Defekte nur unter bestimmten Bedingungen sichtbar werden. Wärme, Feuchtigkeit, Vibration oder ein bestimmter Füllstand können reichen, damit ein geschädigtes Bauteil oder eine schwache Verbindung erst dann Probleme macht.

Was spricht eher für ein Problem an der Maschine selbst?

Wiederholte Auslösungen an verschiedenen Steckdosen und zu unterschiedlichen Tageszeiten sind ein wichtiger Hinweis. Besonders verdächtig sind auffällige Geräusche, verbrannte Gerüche, Wasserreste im unteren Bereich oder ein Fehlerbild, das mit dem Heizvorgang zusammenhängt.

Welche Prüfungen sind für Laien sinnvoll und sicher?

Du kannst beobachten, in welchem Programm und zu welchem Zeitpunkt der Ausfall auftritt. Außerdem ist es sinnvoll, andere große Verbraucher vom gleichen Stromkreis zu trennen und die Maschine nur an einer dafür vorgesehenen Steckdose zu betreiben.

Sollte man Verlängerungskabel oder Mehrfachsteckdosen ausschließen?

Ja, denn sie erhöhen das Risiko von Kontaktproblemen und unzulässiger Belastung. Für eine Waschmaschine ist eine direkte, geeignete Wandsteckdose in der Regel die deutlich bessere Lösung.

Wann muss ein Fachbetrieb eingreifen?

Sobald ein FI wiederholt fällt, Brandgeruch auftritt oder Bauteile sichtbar beschädigt sind, sollte die Anlage nicht weiter genutzt werden. Auch bei Verdacht auf einen Isolationsfehler ist eine Prüfung durch eine Elektrofachkraft sinnvoll, weil Messungen nur mit geeignetem Werkzeug verlässlich sind.

Kann man den Schutz einfach wieder einschalten und weitermachen?

Das ist nur dann vertretbar, wenn die Ursache eindeutig harmlos war und der Stromkreis danach unbelastet bleibt. Tritt die Auslösung erneut auf, darf nicht weiter experimentiert werden, weil sonst Folgeschäden oder Sicherheitsrisiken entstehen können.

Fazit

Wiederholte Auslösungen deuten oft auf ein Problem in der Maschine, im Stromkreis oder an der Steckverbindung hin und sollten ernst genommen werden. Für Laien sind Beobachtungen zum Auslösezeitpunkt und der Verzicht auf Verlängerungskabel oder Mehrfachsteckdosen sinnvoll, damit sich die Ursache besser eingrenzen lässt. Tritt der Fehler erneut auf oder gibt es Geruch, Feuchtigkeit oder sichtbare Schäden, gehört die Prüfung in die Hände einer Elektrofachkraft.

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