Wie kann ich meinen Kühlschrankgeruch neutralisieren? So wird die Luft wieder frisch

Lesedauer: 15 Min – Beitrag erstellt: 5. Juni 2026, zuletzt aktualisiert: 5. Juni 2026

Ein muffiger Geruch im Kühlschrank lässt sich meist mit einer sauberen Diagnose und ein paar einfachen Maßnahmen schnell in den Griff bekommen. Häufig steckt verdorbene oder offen gelagerte Nahrung dahinter, manchmal auch Kondenswasser, verschmutzte Dichtungen oder ein verstopfter Ablauf.

Wer den Geruch dauerhaft loswerden will, muss zuerst die Ursache finden und dann die passenden Stellen reinigen. Erst wenn der Kühlschrank innen, die Ablagen, die Dichtungen und der Abfluss sauber sind, bringen Hausmittel wie Natron oder Kaffee wirklich etwas.

Warum der Geruch überhaupt entsteht

Ein Kühlschrank riecht selten „einfach so“. Der Geruch entsteht fast immer, weil organische Reste, Feuchtigkeit und eingeschlossene Luft zusammenkommen. Das ist ein ideales Umfeld für Bakterien und Schimmelsporen, selbst wenn man sie anfangs kaum sieht.

Besonders tückisch ist, dass der Geruch oft nicht direkt von einem großen Auslöser kommt. Schon ein kleines Stück Gemüse in der Schublade, eine ausgelaufene Soße unter dem Glasboden oder eine vergessene offene Packung kann reichen. Dazu kommt: Im kühlen Innenraum zersetzen sich Geruchsstoffe langsamer, bleiben aber länger im Material und in den Dichtungen hängen.

Auch die Art der Lebensmittel spielt eine Rolle. Fisch, Käse, Zwiebeln, Aufschnitt, gekochte Speisen und stark gewürzte Reste geben besonders kräftige Gerüche ab. Wenn solche Lebensmittel nicht gut verschlossen sind, verteilt sich der Geruch im ganzen Innenraum und setzt sich in den Ablagen fest.

Die Ursache zuerst eingrenzen

Bevor du mit Hausmitteln arbeitest, lohnt ein schneller Blick auf die typischen Problemzonen. Das spart Zeit, weil du sonst nur Gerüche überdeckst, ohne die Quelle zu entfernen. Ein sauberer Kühlschrank kann noch immer muffig riechen, wenn etwa der Ablauf hinten unten verunreinigt ist oder in der Gemüseschublade ein feuchtes Tuch liegt.

Prüfe am besten in dieser Reihenfolge: erst verderbliche Lebensmittel, dann ausgelaufene Flüssigkeiten, dann Dichtungen und Schubladen, anschließend den Ablauf und die Rückwand im Innenraum. Wenn der Geruch besonders streng ist, lohnt sich auch ein Blick auf die Türfächer, denn dort sammeln sich oft Reste von Milch, Soßen oder Saft.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen normalem Lebensmittelgeruch und einem fauligen, stechenden oder ammoniakähnlichen Geruch. Ein leichter Geruch nach Käse oder Gemüse ist üblich. Ein anhaltender, unangenehmer Geruch spricht eher für eine Verschmutzung, ein verdorbenes Produkt oder ein Feuchtigkeitsproblem.

So gehst du systematisch vor

Ein sinnvolles Vorgehen spart Nerven und verhindert, dass du dieselben Stellen mehrfach reinigst. Schalte den Kühlschrank nach Möglichkeit nicht komplett ab, wenn du nur kurz arbeitest, aber nimm empfindliche Lebensmittel heraus und lagere sie währenddessen kühl. Danach reicht oft schon eine halbe Stunde für die wichtigsten Schritte.

  1. Alle Lebensmittel kontrollieren und Verdächtiges sofort entsorgen.
  2. Ablagen, Schubladen und Türfächer herausnehmen und mit warmem Wasser reinigen.
  3. Innenflächen mit mildem Reinigungsmittel oder Essigwasser auswischen.
  4. Dichtungen sorgfältig säubern, besonders in den Falten und Ecken.
  5. Den Ablauf prüfen und bei Bedarf vorsichtig reinigen.
  6. Den Innenraum gut trocknen lassen und erst dann Lebensmittel wieder einräumen.

Diese Reihenfolge ist wichtig, weil Feuchtigkeit und Reste den Geruch immer wieder nachliefern. Wenn du nur einen Duftspender hineinstellst, bleibt die Ursache bestehen. Der Kühlschrank riecht dann vielleicht für kurze Zeit angenehmer, aber der Effekt hält nicht lange.

Die Innenreinigung richtig machen

Für die meisten Fälle reicht eine gründliche Reinigung mit warmem Wasser und einem milden Spülmittel. Das entfernt Fettfilme, Speisereste und leicht haftende Gerüche sehr zuverlässig. Danach sollte alles mit klarem Wasser nachgewischt werden, damit keine Rückstände zurückbleiben.

Anleitung
1Alle Lebensmittel kontrollieren und Verdächtiges sofort entsorgen.
2Ablagen, Schubladen und Türfächer herausnehmen und mit warmem Wasser reinigen.
3Innenflächen mit mildem Reinigungsmittel oder Essigwasser auswischen.
4Dichtungen sorgfältig säubern, besonders in den Falten und Ecken.
5Den Ablauf prüfen und bei Bedarf vorsichtig reinigen.

Bei stärkeren Gerüchen hilft eine Mischung aus Wasser und etwas Essig oder Zitronensäure. Das kann Gerüche lösen und ist im Kühlschrank meist gut geeignet, solange du die Mittel sparsam verwendest und nicht auf empfindliche Teile überdosierst. Stark konzentrierte Reiniger sind unnötig und können selbst unangenehm riechen.

Besonders wichtig sind die Kanten und Übergänge. Unter der Glasplatte, hinter den Gemüseschubladen und an den Seitenwänden bleiben gern winzige Reste hängen. Wer dort sauber arbeitet, beseitigt oft schon die eigentliche Ursache.

Auch die trockene Nacharbeit zählt. Ein feuchter Innenraum kann den Geruch verstärken, weil Restfeuchte neue Geruchsstoffe bindet und Mikroorganismen begünstigt. Am besten lässt du die Tür nach der Reinigung einige Minuten offen, damit Luft zirkulieren kann.

Dichtungen und Türbereiche nicht vergessen

Die Türdichtung wird beim Reinigen oft übersehen, obwohl sie einer der häufigsten Geruchsspeicher ist. In den weichen Falten sammeln sich Krümel, Milchreste und Feuchtigkeit. Wenn die Dichtung schmutzig ist, riecht der Kühlschrank auch dann noch, wenn der Innenraum sauber wirkt.

Reinige die Dichtung mit einem weichen Tuch und etwas warmem Seifenwasser. Arbeite vorsichtig in den Falten, damit keine Risse entstehen. Danach lohnt es sich, die Dichtung trocken zu wischen und zu prüfen, ob sie noch sauber anliegt.

Auch die Türfächer verdienen Aufmerksamkeit. Dort stehen oft angebrochene Flaschen, Saucen oder Tuben, an denen außen klebrige Reste hängen. Solche Rückstände sind klein, aber hartnäckig, und sie sorgen schnell für einen leicht sauren oder abgestandenen Geruch.

Der Ablauf kann der stille Übeltäter sein

Viele unterschätzen den Ablauf im Kühlschrank. Dort sammelt sich Kondenswasser, und wenn der Ablauf verstopft oder verschmutzt ist, kann stehende Feuchtigkeit anfangen zu riechen. Das fällt besonders dann auf, wenn der Geruch trotz sauberem Innenraum immer wiederkehrt.

Je nach Modell sitzt der Ablauf hinten im Innenraum oder im unteren Bereich. Wenn sich dort Schmutz oder Biofilm gebildet hat, hilft oft vorsichtiges Reinigen mit einem Wattestäbchen, einem weichen Pfeifenreiniger oder etwas lauwarmem Wasser. Dabei sollte nichts mit Gewalt hineingedrückt werden, damit keine Teile beschädigt werden.

Wenn sich unten im Kühlschrank regelmäßig Wasser sammelt, ist das ein wichtiger Hinweis. Dann geht es nicht nur um Geruch, sondern auch um die Ursache der Feuchtigkeit. In solchen Fällen lohnt sich ein Blick auf die Türdichtung, die Temperatur und die Beladung des Kühlschranks.

Hausmittel sinnvoll einsetzen

Hausmittel können Gerüche reduzieren, aber sie ersetzen keine Reinigung. Am besten funktionieren sie als unterstützende Maßnahme, nachdem die Ursache entfernt wurde. Dann helfen sie, Restgerüche zu binden und den Innenraum wieder neutraler wirken zu lassen.

Natron ist ein bewährter Geruchsabsorber. Eine offene kleine Schale im Kühlschrank kann leichte Restgerüche aufnehmen, besonders wenn der Innenraum bereits sauber und trocken ist. Wichtig ist, das Natron regelmäßig zu ersetzen, sonst verliert es seine Wirkung.

Auch gemahlener Kaffee wird oft verwendet, weil er Gerüche überdeckt und teilweise bindet. Das wirkt jedoch eher auf kurzer Strecke und kann selbst ein starkes Aroma abgeben. Wer einen wirklich neutralen Kühlschrank möchte, fährt mit Natron meist besser.

Aktivkohle ist eine weitere Möglichkeit. Sie bindet Geruchsmoleküle effizient und wird in vielen Geruchsfiltern eingesetzt. Für Haushalte mit häufigen Geruchsproblemen kann das sinnvoll sein, vor allem wenn mehrere Personen den Kühlschrank nutzen und unterschiedliche Lebensmittel lagern.

Was du lieber vermeiden solltest

Ein paar gut gemeinte Methoden verschlimmern den Geruch eher, als dass sie helfen. Dazu gehört vor allem, mit stark riechenden Reinigern zu arbeiten, ohne anschließend gründlich nachzuwischen. Dann riecht der Kühlschrank zwar nach Reiniger, aber darunter bleibt der eigentliche Geruch oft erhalten.

Ebenfalls ungünstig ist es, Essen einfach in offene Behälter zu stellen und auf einen Duftspender zu hoffen. Der Kühlschrank ist kein Raumduft-Regal. Gerüche entstehen durch Lagerung, Feuchtigkeit und Rückstände, nicht durch zu wenig künstlichen Duft.

Ein weiterer Fehler ist das schnelle Zurückräumen, obwohl der Innenraum noch feucht ist. Feuchtigkeit verstärkt abgestandene Gerüche und kann dafür sorgen, dass sie schon nach kurzer Zeit wieder da sind. Geduld beim Trocknen zahlt sich hier aus.

Wann die Temperatur eine Rolle spielt

Ein falsch eingestellter Kühlschrank kann Gerüche indirekt verstärken. Ist er zu warm, verderben Lebensmittel schneller. Ist er zu kalt, kann sich Kondenswasser an unerwünschten Stellen sammeln oder Lebensmittel werden beschädigt und riechen später intensiver.

Für die meisten Haushalte liegt der ideale Bereich im Kühlschrank bei etwa 7 °C oder darunter, oft rund um 4 bis 7 °C. Das ist kühl genug, um Verderb zu verlangsamen, und zugleich praxisnah für den Alltag. Wer viel frische Ware lagert, sollte die Temperatur regelmäßig prüfen, besonders nach einem Umzug, einer Reparatur oder einem Stromausfall.

Wenn du bemerkst, dass Gerüche häufiger auftreten, obwohl du regelmäßig putzt, kann die Temperatur ein stiller Mitspieler sein. Dann solltest du das Thermostat kontrollieren und sicherstellen, dass die Luft im Gerät zirkulieren kann. Zu eng gepackte Fächer verschlechtern die Verteilung der Kälte und fördern Feuchtigkeit.

Gerüche nach dem Urlaub oder längerer Abwesenheit

Wenn ein Kühlschrank längere Zeit ungenutzt war, riecht er oft besonders unangenehm. Das liegt meist an Restfeuchte, vergessenem Inhalt oder an einer Tür, die nicht ganz dicht geschlossen war. Schon kleine Mengen Kondenswasser können in wenigen Tagen einen muffigen Geruch verursachen.

In solchen Fällen hilft eine vollständige Leerung besonders gut. Danach sollten alle herausnehmbaren Teile separat gereinigt und gründlich getrocknet werden. Wenn der Kühlschrank leer und sauber ist, kann man ihn mit geöffneter Tür kurz auslüften lassen, bevor wieder neue Lebensmittel hineinkommen.

Gerade nach längerer Abwesenheit ist der Geruch oft hartnäckig, obwohl äußerlich nichts Auffälliges zu sehen ist. Dann steckt die Ursache häufig in Schubladen, Dichtungen oder dem Ablauf. Wer diese Stellen sorgfältig prüft, spart sich meist viele unnötige Wiederholungen.

Praxisbeispiel aus dem Alltag

Eine Familie bemerkt nach dem Wochenende einen säuerlichen Geruch, obwohl außen alles sauber aussieht. Beim Ausräumen zeigt sich, dass unter der Gemüseschublade ein ausgelaufener Joghurtdeckel lag und sich darunter Feuchtigkeit gesammelt hat. Nach dem Reinigen der Schubladen, dem Trocknen des Bodens und einer kleinen Schale Natron ist der Geruch nach einem Tag fast verschwunden.

Ein zweiter typischer Fall ist der Single-Haushalt mit vielen angebrochenen Verpackungen. Ein Käse, eine offene Soße und ein halber Becher Quark stehen seit Tagen nebeneinander. Hier reicht oft schon das Entsorgen alter Reste, das Reinigen der Türfächer und ein fester Vorrat an dicht schließenden Boxen, damit der Geruch nicht wiederkommt.

In einem dritten Fall liegt das Problem an wiederkehrender Feuchtigkeit. Der Kühlschrank riecht alle paar Wochen unangenehm, obwohl regelmäßig gewischt wird. Dann ist der Ablauf oder die Dichtung verdächtig, und genau dort beginnt die eigentliche Lösung.

So bleibt der Kühlschrank länger neutral

Nach der Reinigung entscheidet die Lagerung darüber, wie schnell Gerüche zurückkehren. Lebensmittel sollten möglichst verschlossen aufbewahrt werden, besonders Reste, Käse, Fisch, Wurst und geschnittenes Gemüse. Gut schließende Dosen und Frischhaltedosen machen im Alltag einen riesigen Unterschied.

Außerdem lohnt es sich, den Kühlschrank nicht zu voll zu packen. Luft muss zirkulieren können, damit Feuchtigkeit abgeführt wird und die Kühlung gleichmäßig bleibt. Zu volle Fächer führen schneller zu warmen Zonen, und dort entstehen Gerüche wieder leichter.

Regelmäßige kleine Kontrollen sind oft wirksamer als seltene Großreinigungen. Ein kurzer Blick alle paar Tage auf offene Verpackungen, datierte Reste und Feuchtigkeit verhindert, dass sich der Geruch überhaupt erst festsetzt.

Wenn der Geruch trotz Reinigung bleibt

Bleibt der Geruch trotz gründlicher Reinigung und trockener Lagerung bestehen, steckt oft ein tieferes Problem dahinter. Dann solltest du prüfen, ob sich irgendwo Schimmel gebildet hat, ob der Ablauf wirklich frei ist oder ob das Gerät selbst ein technisches Problem hat.

Bei sehr altem oder beschädigtem Gerät können Kunststoffe Gerüche aufnehmen und nur noch schwer abgeben. Das merkt man oft daran, dass der Geruch direkt nach der Reinigung kurz besser wird und dann wiederkehrt, obwohl keine Lebensmittel mehr vorhanden sind. In so einem Fall helfen manchmal nur wiederholte Reinigungen, intensives Lüften und im Extremfall der Austausch einzelner Teile.

Manchmal ist auch die Umgebung beteiligt. Steht der Kühlschrank sehr nah an einer Wärmequelle oder in einer schlecht belüfteten Nische, staut sich Feuchtigkeit stärker. Dann lohnt es sich, den Aufstellort zu prüfen und für bessere Luftzirkulation rund um das Gerät zu sorgen.

Wer sauber diagnostiziert, spart sich viel Rätselraten. Der eigentliche Schlüssel ist fast immer dieselbe Reihenfolge: Ursache finden, gründlich reinigen, trocknen lassen und erst dann Gerüche binden. So wird aus einem muffigen Innenraum wieder ein neutraler Kühlschrank, in dem Lebensmittel länger frisch wirken.

Gerüche an der richtigen Stelle erkennen

Ein sauberer Innenraum allein genügt oft nicht, weil Gerüche aus sehr unterschiedlichen Quellen stammen können. Häufig sitzt die Ursache in einer vergessenen Ecke, in einer verstopften Ablauföffnung oder in einem Behälter, der zwar dicht wirkt, aber dennoch Aromen abgibt. Wer den Ursprung näher eingrenzt, spart Reinigungsaufwand und verhindert, dass sich einzelne Maßnahmen gegenseitig überdecken.

Hilfreich ist ein ruhiges, schrittweises Vorgehen. Nimm zuerst alles heraus, prüfe dann Fächer, Ränder und Rückwand und achte besonders auf Stellen, an denen sich Flüssigkeit gesammelt haben könnte. Auch Verpackungen mit kleinen Beschädigungen verdienen Aufmerksamkeit, denn schon winzige Undichtigkeiten können starke Gerüche verursachen.

Typische Quellen im Überblick

  • offene oder nicht vollständig verschlossene Lebensmittel
  • ausgetretene Flüssigkeiten unter Schubladen und Einlegeböden
  • angelaufene Dichtungen mit Ablagerungen in den Falten
  • Geruchsreste im Abfluss- oder Tauwasserbereich
  • verpackte Speisen mit durchlässigen Materialien

Materialien und Behälter richtig auswählen

Die Art der Aufbewahrung beeinflusst den Geruch im Innenraum deutlich stärker, als viele vermuten. Stark riechende Speisen gehören in dicht schließende Behälter, am besten aus Glas oder hochwertigem Kunststoff, der keine Aromen annimmt. Offene Schalen, beschädigte Deckel oder dünne Einwegverpackungen reichen bei intensiven Lebensmitteln oft nicht aus.

Auch bei bereits geöffneten Produkten lohnt sich ein genauer Blick auf den Verschluss. Ein Deckel, der nur aufliegt, schützt kaum vor Geruchsübertragung. Dasselbe gilt für angebrochene Käse- oder Wurstartikel, die ohne zusätzliche Abdeckung im Kühlschrank liegen. Eine kleine Umstellung bei der Lagerung sorgt hier oft für deutlich angenehmere Bedingungen im gesamten Innenraum.

Praktische Regeln für die Aufbewahrung

  1. Geruchsintensive Lebensmittel immer dicht verschließen.
  2. Offene Verpackungen zügig in geeignete Dosen umfüllen.
  3. Flüssigkeiten und marinierte Speisen auf Auslaufen kontrollieren.
  4. Reste mit Datum versehen, damit sie nicht unnötig lange stehen.
  5. Nach jedem Einkauf prüfen, ob neue Produkte bereits Eigengeruch abgeben.

Raumklima, Aufstellort und Nutzung im Blick behalten

Nicht nur der Innenraum selbst beeinflusst die Geruchslage, sondern auch die Umgebung des Geräts. Steht der Kühlschrank sehr nah an einer Wärmequelle oder in einem schlecht belüfteten Bereich, arbeiten Kühlung und Luftzirkulation unter ungünstigen Bedingungen. Dadurch können sich Feuchtigkeit und Gerüche schneller bemerkbar machen. Ein freier Abstand zur Wand und eine saubere Rückseite unterstützen die Funktion spürbar.

Auch die Nutzung spielt eine Rolle. Wird die Tür häufig und lange geöffnet, gelangt mehr warme Luft hinein. Diese Feuchtigkeit kann Kondenswasser fördern und damit Geruchsstoffe binden. Ein übervoller Innenraum behindert zusätzlich die Luftbewegung zwischen den Fächern. Wer Platz lässt und Lebensmittel geordnet einräumt, unterstützt ein gleichmäßigeres Klima im Gerät.

Woran du bei der Nutzung denken solltest

  • Türöffnungen möglichst kurz halten.
  • Warme Speisen erst nach dem Abkühlen einräumen.
  • Den Kühlschrank nicht bis an die Luftschlitze füllen.
  • Rückwand und Lüftungsbereiche frei halten.
  • Nach längeren Kochphasen Kondenswasser im Blick behalten.

Geruchsbildung dauerhaft vorbeugen

Ein geruchsarmer Kühlschrank braucht vor allem regelmäßige, kleine Routinen. Dazu gehört, abgelaufene oder eingetrocknete Lebensmittel rechtzeitig zu entsorgen und ausgelaufene Reste sofort zu entfernen. Schon wenige Minuten Pflege pro Woche verhindern, dass sich Schmutz und Gerüche festsetzen. Wer feste Prüfpunkte einführt, behält den Zustand deutlich leichter im Griff.

Ebenso sinnvoll ist es, den Inhalt nach Lebensmittelgruppen zu ordnen. So bleiben offene Produkte übersichtlich, und problematische Stellen fallen schneller auf. Ein kurzer Blick auf Dichtungen, Schubladen und die unteren Flächen bei jeder größeren Küchenreinigung genügt oft schon, um den Innenraum dauerhaft angenehm zu halten. Kleine Gewohnheiten wirken hier verlässlicher als seltene Großaktionen.

Eine einfache Wochenroutine

  • abgelaufene Lebensmittel aussortieren
  • Regalböden auf Flecken prüfen
  • Deckel und Verschlüsse auf Dichtheit kontrollieren
  • offene Geruchsquellen in geeignete Behälter geben
  • Feuchtigkeit an Schubladen und Rändern abwischen

Fragen und Antworten

Warum bleibt ein Kühlschrank trotz Reinigung noch riechbar?

Oft sitzen die Auslöser an Stellen, die beim Putzen leicht übersehen werden, etwa unter Schubladen, in Abläufen oder an der Rückwand. Auch eine nicht ganz dichte Tür oder ein zu voller Innenraum kann dazu beitragen, dass sich Gerüche länger halten.

Welche Hausmittel eignen sich am besten?

Gut funktionieren offene Schalen mit Natron oder gemahlener Aktivkohle, weil beide Gerüche binden können. Auch ein kleiner Behälter mit Kaffeesatz wird häufig genutzt, sollte aber regelmäßig ausgetauscht werden.

Wie lange dauert es, bis ein Kühlschrank wieder neutral riecht?

Das hängt davon ab, wie stark die Quelle war und wie gründlich gereinigt wurde. Leichte Gerüche verschwinden oft innerhalb weniger Stunden bis einiger Tage, bei hartnäckigen Rückständen kann es länger dauern.

Hilft es, den Kühlschrank einfach leer stehen zu lassen?

Ein leerer Innenraum allein löst das Problem meist nicht. Sinnvoll ist das nur zusammen mit Reinigung, Trocknung und einer guten Luftzirkulation, damit keine Restgerüche in Ecken festhängen.

Kann ein zu warmer Kühlschrank Gerüche verstärken?

Ja, eine zu hohe Temperatur begünstigt das Wachstum von Keimen und beschleunigt den Verderb. Dadurch entstehen schneller unangenehme Ausdünstungen, besonders bei offenen oder angebrochenen Lebensmitteln.

Welche Stellen werden bei der Reinigung besonders oft vergessen?

Typische Schwachstellen sind Türdichtungen, Ablauföffnungen, Schubladenführungen und der Bereich unter Einlegeböden. Auch der Sockelbereich und die Rückseite können Gerüche aufnehmen, wenn dort Staub oder Feuchtigkeit bleibt.

Darf ich Duftsprays im Kühlschrank verwenden?

Davon ist eher abzuraten, weil solche Produkte den eigentlichen Auslöser nicht beseitigen. Außerdem können Rückstände oder Fremdgerüche auf Lebensmittel übergehen.

Was hilft nach verdorbenen Lebensmitteln am schnellsten?

Zuerst sollten alle betroffenen Produkte entsorgt und die betroffenen Flächen gründlich gereinigt werden. Danach helfen Lüften, Trocknen und ein Geruchsabsorber, um verbleibende Ausdünstungen zu reduzieren.

Wie oft sollte ich den Kühlschrank gründlich säubern?

Eine regelmäßige Reinigung in festen Abständen ist sinnvoll, am besten etwa alle paar Wochen und zusätzlich bei ausgelaufenen Lebensmitteln. So lässt sich verhindern, dass sich Rückstände festsetzen und später schwer entfernen lassen.

Wann ist ein technisches Problem wahrscheinlicher?

Wenn der Geruch trotz sauberem Innenraum, frischen Lebensmitteln und guter Temperaturregelung bleibt, lohnt sich ein Blick auf technische Ursachen. Dazu gehören ein verstopfter Ablauf, ein Defekt an der Dichtung oder Probleme mit der Kühlung.

Fazit

Ein sauberer, trockener und gut belüfteter Kühlschrank riecht meist schnell wieder neutral. Wer Ursachen konsequent beseitigt und auf regelmäßige Pflege achtet, verhindert, dass sich unangenehme Ausdünstungen erneut festsetzen.

Checkliste
  • offene oder nicht vollständig verschlossene Lebensmittel
  • ausgetretene Flüssigkeiten unter Schubladen und Einlegeböden
  • angelaufene Dichtungen mit Ablagerungen in den Falten
  • Geruchsreste im Abfluss- oder Tauwasserbereich
  • verpackte Speisen mit durchlässigen Materialien

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