Warum riecht mein Kühlschrank trotz Reinigung schlecht?

Wenn ein Kühlschrank trotz Reinigung schlecht riecht, sitzt die Ursache meist nicht auf den ersten Blick sichtbar auf einer Ablage, sondern in verborgenen Resten, Feuchtigkeit, Ablaufbereichen, Dichtungen, Verpackungen oder in Lebensmitteln, die Gerüche dauerhaft abgeben. Häufig wurde zwar die Oberfläche gereinigt, aber die eigentliche Geruchsquelle blieb erhalten oder hat sich bereits in mehreren Bereichen verteilt.

Genau das macht solche Fälle so hartnäckig. Der Kühlschrank wirkt nach dem Putzen ordentlich, die Fächer sehen wieder gepflegt aus und trotzdem kommt beim Öffnen sofort wieder ein unangenehmer Geruch entgegen. Manche beschreiben ihn als muffig, andere als säuerlich, faulig, abgestanden oder chemisch. Diese Unterschiede sind wichtig, weil sie oft schon verraten, in welche Richtung die Ursache geht.

Entscheidend ist deshalb nicht nur die Frage, ob gereinigt wurde, sondern wie und wo. Ein Kühlschrank kann sauber aussehen und trotzdem schlecht riechen, wenn in einer Ablauföffnung Feuchtigkeit steht, unter einer Dichtung Essensreste sitzen, eine Verpackung Gerüche hält oder ein einzelnes Lebensmittel den gesamten Innenraum belastet. Wer das richtig einordnet, findet die Ursache meist deutlich schneller.

Warum Gerüche nach der Reinigung überhaupt bleiben können

Ein Kühlschrank ist ein geschlossener Raum mit Kälte, Feuchtigkeit, Verpackungen und ständig wechselnden Lebensmitteln. Genau diese Mischung sorgt dafür, dass Gerüche sich nicht nur an einem einzigen Punkt bilden, sondern sich festsetzen und verteilen können. Was einmal stark riecht, beeinflusst oft auch andere Oberflächen, Fächer und Verpackungen.

Das ist der Hauptgrund, warum eine schnelle Reinigung oft nicht reicht. Wenn nur die sichtbaren Flächen ausgewischt werden, bleiben verborgene Quellen häufig unangetastet. Reste in der Ablaufrinne, klebrige Tropfen unter Glasplatten, verschmutzte Türdichtungen oder übersehene Verpackungen wirken dann weiter. Der Kühlschrank riecht kurz etwas besser und fällt wenig später wieder unangenehm auf.

Hinzu kommt, dass Kälte Gerüche nicht verhindert. Sie verlangsamt manches, beseitigt aber keine Ursache. Vor allem eiweißhaltige Lebensmittel, verschüttete Flüssigkeiten, alte Gemüsefächer, Milchprodukte, Fisch, Zwiebeln oder verdorbene Reste können auch im gekühlten Zustand unangenehme Geruchsstoffe abgeben. Wird die Quelle nicht vollständig entfernt, bleibt der Geruch präsent.

Woran du erkennst, woher der Geruch wahrscheinlich kommt

Eine grobe Einordnung hilft erstaunlich oft. Es geht weniger um dramatische Fehlersuche als um die richtige Richtung.

Wenn der Geruch direkt beim Öffnen stark ist und aus dem Innenraum selbst kommt, liegt die Ursache meist bei Lebensmitteln, Rückständen oder Feuchtigkeit im Gerät. Wenn es eher hinten, unten oder außen am Kühlschrank riecht, sollte stärker an Ablaufwasser, Auffangschalen, Lüftungsbereiche oder technische Wärmebereiche gedacht werden.

Auch diese Unterschiede sind aufschlussreich:

  • Der Geruch ist eher säuerlich
  • Er wirkt muffig oder feucht
  • Er erinnert an faules Gemüse
  • Er riecht nach alter Milch oder Käse
  • Er ist besonders stark im Gemüsefach
  • Er kommt beim Öffnen der Tür sofort entgegen
  • Er scheint auch nach dem Ausräumen zu bleiben
  • Er wird nach wenigen Tagen wieder stärker
  • Er sitzt eher unten als oben
  • Er wirkt außen hinter dem Gerät intensiver als innen

Wenn es im Gemüsefach am stärksten riecht, geht die Spur oft zu alter Feuchtigkeit, faulen Resten oder Verpackungen. Wenn der Geruch trotz leerem Kühlschrank bleibt, sollte man stärker an Ablauf, Dichtungen, Auffangschale oder versteckte Rückstände denken.

Die häufigste Ursache: Es wurde sauber gemacht, aber nicht vollständig

Das kommt sehr oft vor. Viele reinigen ihren Kühlschrank ordentlich, aber nur die leicht zugänglichen Flächen. Regalböden, Innenwände und Türfächer werden gewischt, doch genau dort, wo sich Gerüche besonders hartnäckig halten, bleibt oft etwas zurück. Kleine Flüssigkeitsreste unter einer Schiene, klebrige Tropfen unter einer Glasplatte oder Rückstände in einer Falz reichen bereits aus.

Gerüche brauchen keine große Menge. Ein winziger Rest von verdorbenem Saft, Fleischsaft, alter Soße oder ausgelaufener Milch kann ausreichen, um über Tage oder Wochen unangenehm aufzufallen. Besonders schwierig ist dabei, dass solche Reste im kalten Zustand oft kaum sichtbar sind. Sie werden erst entdeckt, wenn man Teile wirklich herausnimmt, anhebt und einzeln prüft.

Genau deshalb wirkt manche Reinigung auf den ersten Blick erfolglos. In Wirklichkeit war sie nicht nutzlos, sondern nur nicht tief genug. Der Kühlschrank wurde oberflächlich gepflegt, die eigentliche Geruchsquelle blieb aber an Ort und Stelle.

Dichtungen sind typische Geruchssammler

Die Türdichtung wird bei der Reinigung häufig vergessen oder nur oberflächlich abgewischt. Gerade dort sammeln sich aber Krümel, Flüssigkeit, Staub, Feuchtigkeit und kleine Lebensmittelreste. In den Falten und Übergängen entstehen dann Gerüche, die erstaunlich lange bleiben können.

Besonders bei älteren Kühlschränken oder Geräten mit weicher, stärker profilierter Dichtung ist das ein Klassiker. Die Dichtung sieht von außen ordentlich aus, riecht aber in den Fugen muffig, säuerlich oder abgestanden. Solange dieser Bereich nicht gründlich gereinigt und getrocknet wird, kehrt der Geruch immer wieder zurück.

Hinzu kommt: Dichtungen speichern Gerüche. Wenn über längere Zeit stark riechende Lebensmittel im Gerät waren oder einmal etwas verdorben ist, nimmt die Dichtung einen Teil dieser Geruchsstoffe auf. Dann reicht kurzes Abwischen nicht mehr aus. Der Bereich muss gründlich behandelt und anschließend gut getrocknet werden.

Die Ablauföffnung und der Kondenswasserbereich werden oft übersehen

Ein sehr häufiger Auslöser ist die Ablauföffnung im hinteren Innenbereich des Kühlschranks. Dort sammelt sich Kondenswasser und wird nach hinten oder unten abgeleitet. Wenn in diese Öffnung kleine Lebensmittelreste, Schmutz oder schleimige Ablagerungen geraten, entwickelt sich schnell ein muffiger oder fauliger Geruch.

Das Gemeine daran ist, dass der Kühlschrank von innen ordentlich wirken kann, während genau dieser kleine Bereich die gesamte Geruchslage bestimmt. Oft merkt man das erst, wenn man den Ablauf gezielt kontrolliert oder beim Reinigen auf schleimige oder verfärbte Reste stößt.

Noch entscheidender ist die Auffangschale oder Verdunstungsschale im hinteren unteren Bereich mancher Geräte. Dort landet abgeleitetes Wasser, das dann über die Abwärme verdunstet. Wenn diese Schale verschmutzt ist, kann der Kühlschrank trotz Reinigung schlecht riechen, obwohl der Innenraum längst sauber erscheint. Dann sitzt die Ursache nicht im sichtbaren Kühlschrankfach, sondern tiefer im System.

Ein einzelnes Lebensmittel kann den ganzen Kühlschrank dominieren

Nicht immer ist der Kühlschrank selbst verschmutzt. Manchmal ist ein einzelnes Lebensmittel die Ursache, und sein Geruch hat sich im gesamten Innenraum verteilt. Gerade Käse, Zwiebeln, Knoblauch, Fisch, geöffnete Aufstriche, alte Reste in Dosen oder überlagerte Gemüseprodukte sind dafür typisch.

Besonders schwierig wird es, wenn ein Lebensmittel nicht offensichtlich verdorben aussieht. Eine leicht überlagerte Gurke, eine feuchte Verpackung mit Schinken, ein Joghurtbecher mit verschmutztem Rand oder ein geplatztes Glas im Hintergrund reicht oft schon aus. Dann wird geputzt, aber genau dieses Teil bleibt im Kühlschrank und bringt den Geruch wenige Stunden später zurück.

Deshalb ist das konsequente Ausräumen so wichtig. Solange noch Lebensmittel im Gerät stehen, ist die Einordnung unklarer. Erst wenn alles draußen ist, lässt sich sicher sagen, ob der Geruch eher vom Kühlschrank selbst oder vom Inhalt kommt.

Gemüsefächer sind besonders anfällig

Das Gemüsefach ist einer der häufigsten Geruchsbereiche überhaupt. Dort treffen Feuchtigkeit, empfindliche Lebensmittel, geringe Luftbewegung und oft längere Lagerung aufeinander. Wenn sich in einer Ecke Saft sammelt, eine Tomate unbemerkt aufplatzt oder ein Salatrest feucht zusammenfällt, riecht das oft deutlich stärker als erwartet.

Gerade Kartoffeln, Zwiebeln, Salate, Paprika, Gurken und alte Kräuter hinterlassen im Übergang von frisch zu überlagert oft einen sehr typischen dumpfen oder fauligen Geruch. Das Problem ist dabei nicht nur das einzelne Gemüse, sondern oft die Feuchtigkeit darunter. Eine Schublade kann sauber aussehen, während sich unter dem Einsatz oder in einer Kante bereits Rückstände gesammelt haben.

Wenn der Kühlschrank trotz Reinigung schlecht riecht und der Geruch eher erdig, faulig oder gammelig wirkt, sollte das Gemüsefach besonders sorgfältig kontrolliert werden.

Verpackungen können Gerüche festhalten

Viele denken nur an den Innenraum des Kühlschranks, nicht aber an die Verpackungen selbst. Dabei speichern Kunststoffdosen, offene Packungen, Tüten, Mehrwegbehälter und Deckel oft Gerüche oder tragen selbst dazu bei. Eine Dose kann von außen sauber wirken und innen am Rand trotzdem unangenehm riechen. Eine Wurstverpackung kann dicht erscheinen und trotzdem deutlich Geruch abgeben.

Besonders kritisch sind halb geöffnete Originalverpackungen, in denen sich Feuchtigkeit sammelt oder Ränder verschmieren. Dort entstehen schnell Geruchsnester, die man beim normalen Blick in den Kühlschrank gar nicht als Ursache wahrnimmt. Solange solche Verpackungen im Gerät bleiben, ist eine reine Kühlschrankreinigung oft nicht dauerhaft erfolgreich.

Gerade deshalb lohnt sich der Grundsatz: Bei hartnäckigem Geruch nicht nur den Kühlschrank, sondern auch jede einzelne Verpackung und Dose kritisch prüfen.

Feuchtigkeit und mangelnde Trocknung nach der Reinigung

Auch das passiert häufig. Der Kühlschrank wird gereinigt, aber anschließend nicht richtig trocken gewischt oder zu schnell wieder eingeräumt. Bleibt in Fugen, Schienen oder unter Einsätzen Feuchtigkeit stehen, kann das muffige Noten verstärken oder erneut begünstigen.

Das bedeutet nicht, dass Wasser im Kühlschrank grundsätzlich problematisch wäre. Entscheidend ist, ob Restfeuchte in schlecht belüfteten Bereichen bleibt. Gerade in Dichtungen, unter Glasplatten oder im Schubladenbereich ist das ein Thema. Wenn dann sofort wieder Lebensmittel hineinkommen, verteilt sich der Geruch schnell erneut.

Deshalb ist das Trocknen ein oft unterschätzter Teil der Reinigung. Ein Kühlschrank riecht nicht nur dann schlecht, wenn Schmutz geblieben ist, sondern manchmal auch, wenn nach der Reinigung zu viel Feuchtigkeit zurückblieb.

Muffiger Geruch weist oft auf Feuchtebereiche hin

Ein muffiger Kühlschrank riecht anders als ein Kühlschrank mit verdorbener Nahrung. Muffigkeit deutet häufiger auf Feuchtigkeit, Ablaufprobleme, Dichtungsbereiche oder alte Rückstände hin, die sich über längere Zeit aufgebaut haben. Gerade wenn der Geruch nicht klar nach einem bestimmten Lebensmittel riecht, sondern eher abgestanden oder modrig wirkt, ist diese Richtung wichtig.

Solche Gerüche sitzen oft nicht oben auf einer Ablage, sondern tiefer: in der Ablauföffnung, in Dichtungsfalten, unter Einschüben oder an Bereichen, die selten ganz trocken werden. Gerade ältere Geräte oder Kühlschränke, die sehr voll stehen, sind hier anfälliger. Luft kann schlechter zirkulieren, Kondenswasser bleibt eher stehen und der Geruch verfestigt sich.

Wenn der Geruch eher feucht-kellerartig wirkt, sollte der Blick also weniger auf Käse oder Aufschnitt gehen und stärker auf Wasserführung, Restfeuchte und Schmutz in versteckten Bereichen.

Der Geruch kann von hinten oder unten kommen

Nicht jeder Kühlschrankgeruch stammt aus dem eigentlichen Innenraum. Manche Geräte riechen trotz Reinigung schlecht, weil die Ursache im rückwärtigen Bereich sitzt. Dort sammeln sich Staub, Wärme und bei manchen Geräten auch Wasser in einer Verdunstungsschale. Wenn sich dort Schmutz oder abgestandene Feuchte angesammelt haben, kann der Geruch über Luftbewegung wieder wahrnehmbar werden.

Das ist besonders wahrscheinlich, wenn der Kühlschrank innen schon leer und ordentlich gereinigt ist, der Geruch aber trotzdem anhält oder eher beim Öffnen und zugleich hinter dem Gerät auffällt. Dann sollte man nicht endlos weiter die Innenfächer putzen, sondern den Bereich hinter und unter dem Kühlschrank mitdenken.

Auch Staub und Wärme können dabei eine Rolle spielen. Nicht jeder Geruch ist direkt verdorben oder faulig. Manchmal entsteht eine unangenehme Mischung aus Staub, Wärme und altem Kondenswasser, die dem Kühlschrank insgesamt einen unangenehmen Geruch verleiht.

Schimmel oder Biofilm in kleinen Bereichen

Manchmal steckt hinter dem Geruch ein sehr kleiner, aber hartnäckiger Bereich mit Belag oder Biofilm. Das betrifft vor allem Ablaufzonen, Dichtungen, Schubladenführungen oder schlecht einsehbare Kanten. Dort bildet sich kein dramatischer, sofort sichtbarer Schimmelrasen, sondern eher ein feiner Belag, der trotzdem deutlich riecht.

Das Problem daran: Diese Bereiche werden beim normalen Auswischen oft glatt mitgenommen, aber nicht wirklich gründlich erfasst. Solange der Belag bestehen bleibt, kehrt der Geruch zurück. Das gilt besonders bei Geräten, die länger mit verdorbenen Lebensmitteln standen oder über längere Zeit nur oberflächlich gereinigt wurden.

Wenn also trotz leerem Kühlschrank, gereinigten Böden und geordnetem Inhalt weiter ein unangenehmer Geruch bleibt, ist diese Spur sehr plausibel.

So gehst du Schritt für Schritt sinnvoll vor

Am schnellsten kommst du weiter, wenn du den Kühlschrank nicht noch einmal nur oberflächlich auswischst, sondern systematisch vorgehst.

Zuerst wird wirklich alles ausgeräumt. Nicht nur die großen Lebensmittel, sondern auch kleine Gläser, offene Packungen, Dosen, Soßen, Gemüse und Fächerinhalt. Danach prüfst du jedes einzelne Teil kritisch. Alles, was überlagert wirkt, unklar riecht, feuchte Ränder hat oder unnötig im Kühlschrank steht, kommt weg.

Im nächsten Schritt nimmst du die beweglichen Teile heraus:

  • Glasplatten
  • Türfächer
  • Gemüsefächer
  • Einlagen
  • Halterungen, soweit möglich

Erst wenn diese Teile draußen sind, zeigt sich oft, wo Rückstände sitzen. Danach prüfst du besonders sorgfältig:

  • Dichtungen
  • Ecken und Fugen
  • Ablauföffnung
  • Bereich unter den Schubladen
  • Schienen und Auflagen
  • Rückwand im Innenraum

Dann wird nicht nur gereinigt, sondern auch gründlich getrocknet. Erst wenn alles wirklich trocken ist, kommt der Inhalt sortiert zurück. Falls der Geruch danach noch vorhanden ist, sollte der Blick gezielt hinter und unter das Gerät gehen.

Welche Hausmittel oder Hilfen wirklich sinnvoll sind

Viele nutzen Natron, Backpulver, Kaffee oder Zitronenschalen gegen Kühlschrankgerüche. Solche Mittel können unterstützend wirken, aber sie ersetzen keine Ursachenbeseitigung. Wenn noch ein alter Lebensmittelrest, eine verschmutzte Dichtung oder ein Problem im Ablauf sitzt, überdecken solche Hilfen den Geruch allenfalls kurz oder fangen einen Teil davon ab.

Sinnvoll sind sie eher nach der gründlichen Reinigung, nicht davor. Wenn der Kühlschrank sauber, trocken und geordnet ist, kann ein geruchsbindendes Mittel helfen, Restgerüche schneller abzubauen. Wer sie jedoch als Ersatz für die eigentliche Suche nutzt, verzögert die Lösung meistens nur.

Der wichtigste Punkt bleibt also: Erst die Quelle beseitigen, dann bei Bedarf Geruchsbindung unterstützen.

Wie du erkennst, ob eher Lebensmittel oder das Gerät selbst schuld sind

Eine einfache Unterscheidung ist oft sehr hilfreich. Wenn der Kühlschrank direkt nach vollständigem Ausräumen und Reinigen deutlich besser riecht, liegt die Ursache meist im Inhalt oder in einer oberflächennahen Verunreinigung. Wenn der Geruch dagegen trotz leerem Gerät bestehen bleibt, rücken Ablauf, Dichtungen, versteckte Beläge oder der rückwärtige Bereich stärker in den Vordergrund.

Auch der Geruchstyp hilft:

  • säuerlich: oft Milchprodukte, alte Reste, feuchte Verpackungen
  • faulig: häufig Gemüse, verdorbene Lebensmittel, Ablaufbereiche
  • muffig: eher Feuchtigkeit, Dichtungen, Biofilm, Schubladen
  • streng-würzig: oft Käse, Fisch, Wurst, Zwiebeln, Verpackungen
  • abgestanden: häufig ein Mix aus Feuchtigkeit und altem Inhalt

Diese Einordnung ersetzt keine Kontrolle, macht die Suche aber deutlich zielgerichteter.

Typische Alltagssituationen

Praxisbeispiel 1: Der Kühlschrank wurde geputzt, aber der Geruch bleibt unten

Hier sitzt die Ursache oft im Gemüsefach, unter den Schubladen oder im Ablaufbereich. Gerade unten sammelt sich Feuchtigkeit, und dort werden kleine Reste leicht übersehen.

Praxisbeispiel 2: Alles wirkt sauber, aber beim Öffnen riecht es sofort muffig

Dann spricht viel für Dichtungen, Ablauföffnung oder Restfeuchte in Fugen. Die sichtbaren Flächen sind dann nicht das Hauptthema.

Praxisbeispiel 3: Nach zwei Tagen riecht es wieder wie vorher

In solchen Fällen blieb oft entweder eine Geruchsquelle im Inhalt zurück oder ein versteckter Bereich wurde nicht vollständig gereinigt. Wiederkehrende Gerüche haben fast immer noch eine konkrete Quelle.

Was du besser nicht tun solltest

Einige Reaktionen verschieben das Thema eher, statt es zu lösen.

  • Nicht nur Duftmittel in den Kühlschrank stellen
  • Nicht alles wieder einräumen, solange das Gerät noch feucht ist
  • Nicht Verpackungen ungeprüft zurückstellen
  • Nicht nur die sichtbaren Flächen reinigen
  • Den Ablaufbereich nicht übergehen
  • Den Bereich hinter dem Kühlschrank nicht vergessen, wenn innen alles sauber ist
  • Nicht wochenlang einzelne Lebensmittel verdächtigen, ohne einmal alles komplett auszuräumen

Besonders das schnelle Wiedereinräumen ist ein häufiger Fehler. Dann bleibt keine echte Chance, den Kühlschrank trocken und geruchsarm neu zu starten.

So beugst du künftigen Gerüchen vor

Vorbeugung ist beim Kühlschrank viel einfacher als ständiges Nachreinigen. Es geht nicht darum, täglich alles auszuräumen, sondern ein paar Gewohnheiten fest einzubauen.

Hilfreich sind vor allem diese Punkte:

  • Lebensmittel nicht unnötig lange lagern
  • Verpackungen sauber und dicht halten
  • ausgelaufene Tropfen sofort entfernen
  • Gemüsefächer regelmäßig kontrollieren
  • Dichtungen immer wieder mitprüfen
  • den Ablaufbereich gelegentlich mitdenken
  • keine überfüllte Lagerung, damit Luft zirkulieren kann
  • nur saubere Behälter und Dosen zurückstellen

Gerade der letzte Punkt ist wichtig. Ein sauberer Kühlschrank kann nicht lange frisch riechen, wenn ständig problematische Verpackungen oder angegriffene Reste hineingestellt werden.

Fazit

Wenn ein Kühlschrank trotz Reinigung schlecht riecht, liegt die Ursache meist nicht in mangelnder Reinigung allgemein, sondern in einer übersehenen Quelle. Besonders häufig sind Dichtungen, Ablauföffnung, Gemüsefächer, feuchte Verpackungen, einzelne überlagerte Lebensmittel oder Bereiche hinter und unter dem Gerät beteiligt. Solange diese Stellen nicht konsequent mitgeprüft werden, kehrt der Geruch oft schnell zurück.

Am besten hilft ein vollständiges Ausräumen, gründliches Prüfen aller Lebensmittel und Verpackungen, eine tiefere Reinigung aller herausnehmbaren Teile sowie ein genauer Blick auf Dichtungen, Ablauf und Feuchtebereiche. Erst danach lohnt es sich, mit geruchsbindenden Hilfen zu arbeiten. So lässt sich meist recht schnell unterscheiden, ob nur ein versteckter Rest stört oder ob der Kühlschrank selbst in einem tieferen Bereich noch gereinigt werden muss.

Häufige Fragen zum Thema

Warum riecht mein Kühlschrank auch nach dem Auswischen noch schlecht?

Weil die eigentliche Geruchsquelle oft nicht auf der sichtbaren Fläche sitzt. Häufig bleiben Rückstände in Dichtungen, unter Fächern, im Ablaufbereich oder an Verpackungen zurück.

Kann die Ablauföffnung wirklich so stark riechen?

Ja, absolut. Schon kleine Reste und Feuchtigkeit im Ablauf können einen muffigen oder fauligen Geruch verursachen, der den ganzen Kühlschrank beeinflusst.

Sollte ich alle Lebensmittel herausnehmen, auch wenn sie noch gut wirken?

Ja, bei hartnäckigem Geruch ist das sinnvoll. Nur so lässt sich sicher prüfen, ob nicht doch eine unauffällige Verpackung oder ein einzelnes Produkt die Ursache ist.

Warum riecht das Gemüsefach oft besonders stark?

Weil dort Feuchtigkeit, empfindliche Lebensmittel und ruhige Luftverhältnisse zusammenkommen. Schon kleine faulige Reste oder Saftspuren können dort schnell deutlichen Geruch verursachen.

Helfen Natron oder Kaffee gegen Kühlschrankgeruch?

Sie können Restgerüche etwas binden, aber nicht die eigentliche Ursache beseitigen. Erst nach gründlicher Reinigung sind solche Hilfen wirklich sinnvoll.

Kann die Türdichtung schuld sein?

Ja, sehr häufig sogar. In den Falten sammeln sich Reste und Feuchtigkeit, und genau dort sitzen oft hartnäckige Gerüche.

Was ist, wenn der Kühlschrank leer ist und trotzdem riecht?

Dann sollte stärker an Dichtungen, Ablauf, Auffangschale, versteckte Beläge oder den Bereich hinter dem Gerät gedacht werden.

Muss ich den Kühlschrank nach der Reinigung trocknen?

Ja, unbedingt. Bleibt Feuchtigkeit in Fugen, Schienen oder Dichtungen stehen, kann das muffige Gerüche fördern oder wieder aufleben lassen.

Warum kommt der Geruch nach zwei Tagen zurück?

Weil meistens noch eine Quelle übrig geblieben ist. Wiederkehrende Gerüche deuten fast immer auf einen übersehenen Bereich oder problematischen Inhalt hin.

Wann sollte ich auch hinter den Kühlschrank schauen?

Spätestens dann, wenn innen alles sauber und leer ist, der Geruch aber bleibt oder eher unten und hinten intensiver wirkt. Dann kann die Ursache außerhalb des sichtbaren Innenraums sitzen.

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