Wie kann ich meine Jalousien richtig reinigen?

Lesedauer: 14 Min – Beitrag erstellt: 11. Mai 2026, zuletzt aktualisiert: 11. Mai 2026

Jalousien werden mit der Zeit staubig, grau und manchmal sogar klebrig. Am schonendsten und effektivsten reinigst du sie, wenn du Staub regelmäßig trocken entfernst und nur bei stärkeren Verschmutzungen mit leicht feuchtem Lappen und mildem Reiniger arbeitest. Wichtig ist, Material und Aufbau deiner Jalousie zu kennen, damit du nichts verbiegst, aufquellen lässt oder verfärbst.

Eine saubere Jalousie sorgt nicht nur für einen gepflegten Eindruck, sie hält auch länger und lässt sich leichter bedienen. Je besser du zwischen schneller Pflege im Alltag und gründlicher Reinigung unterscheidest, desto weniger Aufwand hast du auf Dauer. Sinnvoll ist, zunächst zu prüfen, aus welchem Material die Lamellen bestehen, wie sie montiert sind und wie stark der Schmutz bereits sitzt.

Material erkennen: Der wichtigste Schritt vor der Reinigung

Bevor du zu Wasser, Reinigungsmittel oder Bürste greifst, sollte klar sein, womit du es zu tun hast. Unterschiedliche Materialien reagieren völlig verschieden auf Feuchtigkeit und Chemie. Wenn du das berücksichtigst, vermeidest du typische Schäden wie Wasserflecken, verzogene Lamellen oder aufgequollenes Holz.

Bei den meisten Haushalten kommen vor allem diese Varianten vor:

  • Aluminiumjalousien innen: Metallene Lamellen, meist leicht, dünn und kühl bei Berührung. Sie sind relativ robust, dürfen aber nicht dauerhaft nass stehen, damit keine Flecken an den Kanten entstehen.
  • Kunststoffjalousien: Leicht, etwas „wärmer“ als Metall, oft in Weiß oder bunten Farben. Sie reagieren empfindlicher auf scharfe Reiniger, können aber im Normalfall problemlos feucht abgewischt werden.
  • Holzjalousien: Massiver oder furnierter Holzlook, oft etwas breitere Lamellen. Holz mag keine Dauernässe und verträgt nur wenig Wasser, besser ist eine schonende, leicht feuchte Reinigung.
  • Außenjalousien und Raffstores: Robuste Metallkonstruktionen außen am Gebäude, häufig aus Aluminium, mit beweglichen Lamellen und Führungsschienen. Sie bekommen deutlich mehr Schmutz und Wetter ab, sind aber dafür ausgelegt.

Wenn du unsicher bist, hilft oft ein Blick in Unterlagen vom Hersteller oder ein kleiner Test an einer unauffälligen Stelle mit wenig Wasser. Bleibt die Oberfläche unverändert, ist ein leicht feuchtes Abwischen in der Regel unproblematisch. Verziehen sich Lamellen oder fühlt sich die Oberfläche rau an, solltest du sofort stoppen und die Methode anpassen.

Trockene Pflege: Regelmäßig Staub entfernen

Regelmäßige Staubentfernung ist die einfachste und schonendste Art, Jalousien in Schuss zu halten. Je früher du mit leichtem Putzaufwand nachhilfst, desto seltener brauchst du intensivere Reinigungen. Feiner Staub setzt sich schnell fest, wenn Fett aus der Küche oder Feuchtigkeit ins Spiel kommen.

Im Alltag reicht oft diese kurze Abfolge:

  1. Lamellen waagerecht ausrichten, damit du sie gut erreichst.
  2. Von oben nach unten arbeiten, damit kein Staub auf schon gereinigte Bereiche fällt.
  3. Beide Seiten der Lamellen einbeziehen, da sich Staub gerne unten „versteckt“.
  4. Zum Schluss Fensterbank und Boden saugen oder wischen, damit der gelöste Staub nicht liegen bleibt.

Zum schnellen Abstauben eignen sich besonders:

  • Mikrofaserstaubtuch: Zieht Staub gut an und hält ihn fest. Ideal für glatte Lamellen aus Aluminium oder Kunststoff.
  • Staubwedel: Praktisch für hohe, schwer zugängliche Jalousien, allerdings wirbelt er manchmal Staub auf, statt ihn zu binden.
  • Spezielle Lamellenbürste: Ein Reinigungstool, das gleich mehrere Lamellen gleichzeitig umfasst. Das spart Zeit, erfordert aber etwas Gefühl, damit nichts verbogen wird.
  • Staubsauger mit Bürstenaufsatz: Eine gute Option, wenn du auf schwacher Stufe arbeitest und aufpasst, nicht an Schnüren oder dünnen Lamellen zu ziehen.

Wenn du häufig lüftest, an einer vielbefahrenen Straße wohnst oder Haustiere hast, sedimentiert Staub schneller. Dann lohnt es sich, den trockenen Staub mindestens alle ein bis zwei Wochen zu entfernen. In Schlafzimmern oder weniger genutzten Räumen genügt oft ein längeres Intervall.

Feuchte Reinigung bei stärkeren Verschmutzungen

Spätestens wenn sich Staub mit Fett, Pollen oder Küchendämpfen verbindet, hilft Trockenreinigung nur noch bedingt. Eine schonende Nassreinigung löst angetrocknete Rückstände und wirkt leicht entfettend. Wichtig ist, sparsam mit Wasser umzugehen und milde Reiniger einzusetzen, die die Oberfläche nicht angreifen.

Als Basis eignet sich lauwarmes Wasser mit einem Schuss mildem Spülmittel oder einem neutralen Haushaltsreiniger. Aggressive Scheuermittel, Chlorreiniger oder sehr konzentrierte Allzweckreiniger können Kunststoff ausbleichen, Aluminium anlaufen lassen oder Holz angreifen.

Eine bewährte Vorgehensweise für innenliegende Metall- oder Kunststoffjalousien ist:

  1. Lamellen vollständig schließen und waagerecht stellen.
  2. Weiches Tuch in die Reinigungslösung tauchen, gut auswringen, bis es nur noch leicht feucht ist.
  3. Jede Lamelle von einer Seite zur anderen abwischen, ohne zu stark zu drücken.
  4. Lamellen in die andere Richtung drehen und die Rückseite ebenso behandeln.
  5. Mit einem zweiten, trockenen Tuch nachwischen, damit keine Tropfen oder Streifen zurückbleiben.

Gerade bei hellen Jalousien erkennst du Wasserflecken und Schlieren deutlich, wenn die Oberfläche nicht getrocknet wird. Ein gut ausgewrungenes Tuch verringert außerdem das Risiko, dass Wasser in Mechanik oder Leiterbänder läuft.

Innenliegende Aluminium- und Kunststoffjalousien reinigen

Innen montierte Jalousien aus Aluminium oder Kunststoff sind im Alltag am unkompliziertesten. Sie vertragen trockenes Abstauben und eine sanfte Nassreinigung gut, solange du kein Wasser in die Schienen oder den oberen Kasten laufen lässt.

Anleitung
1Lamellen waagerecht ausrichten, damit du sie gut erreichst.
2Von oben nach unten arbeiten, damit kein Staub auf schon gereinigte Bereiche fällt.
3Beide Seiten der Lamellen einbeziehen, da sich Staub gerne unten „versteckt“.
4Zum Schluss Fensterbank und Boden saugen oder wischen, damit der gelöste Staub nicht liegen bleibt.

Für eine gründliche Reinigung am Fenster kannst du dich an folgenden Schritten orientieren:

  1. Jalousie komplett herunterlassen und Lamellen schließen.
  2. Oberflächlichen Staub mit Tuch, Bürste oder Staubsauger entfernen.
  3. Reinigungslösung mit lauwarmem Wasser und etwas Spülmittel vorbereiten.
  4. Lamelle für Lamelle mit einem leicht feuchten Tuch abwischen, dabei von oben nach unten arbeiten.
  5. Besonders verschmutzte Stellen, etwa in Fensternähe oder über Heizkörpern, kurz einweichen, indem du das feuchte Tuch ein paar Sekunden aufdrückst.
  6. Mit klarem Wasser leicht nachwischen, falls Rückstände des Reinigers sichtbar bleiben.
  7. Alle Lamellen mit einem sauberen, trockenen Tuch abtrocknen.

Wenn sich Schmutz über Jahre aufgebaut hat, kann es sinnvoll sein, die Jalousie auszuhängen und im Liegen zu reinigen. Das bietet sich vor allem bei robusten Aluminiumlamellen an. Achte darauf, dass du vorher prüfst, wie die Befestigung funktioniert, damit nichts bricht oder verkantet.

Holzjalousien: Schonende Pflege ohne Aufquellen

Holzjalousien wirken wohnlich und hochwertig, reagieren aber empfindlicher auf Nässe als Metall oder Kunststoff. Zu viel Feuchtigkeit kann die Lamellen verziehen, zu Flecken führen oder die Oberfläche stumpf wirken lassen. Eine vorsichtige, überwiegend trockene Pflege ist deshalb die beste Wahl.

Im Alltag empfiehlt sich zunächst eine regelmäßige Staubentfernung mit einem weichen, trockenen Tuch oder einem Staubwedel. Bei Holzlamellen ist es besonders wichtig, nicht zu grob zu wischen, um die Oberfläche nicht aufzurauen. Mikrofaser funktioniert gut, sollte aber nicht „schmirgeln“; ein sehr glattes Tuch ist ideal.

Wenn doch stärkere Verschmutzungen entstanden sind, kannst du behutsam mit leicht feuchtem Tuch arbeiten:

  • Tuch nur leicht anfeuchten, sodass keine Tropfen entstehen.
  • Immer in Richtung der Maserung wischen, nicht quer mit viel Druck.
  • Nach jeder feuchten Behandlung die betroffene Stelle sofort trockenreiben.

Bei geölten Holzoberflächen kann es sinnvoll sein, nach mehreren Reinigungen wieder etwas Holzpflegeöl aufzutragen. So bleibt das Material geschmeidig und nimmt weniger Schmutz an. Lackierte Holzjalousien sind etwas robuster, sollten aber ebenfalls nicht mit aggressiven Reinigern oder Scheuerschwämmen bearbeitet werden.

Außenjalousien und Raffstores reinigen

Außenjalousien und Raffstores sind besonders der Witterung ausgesetzt und sammeln neben Staub auch Pollen, Insektenreste und Straßenschmutz. Eine Reinigung von außen erfordert etwas mehr Planung, weil es um Sicherheit, Erreichbarkeit und den Schutz der Mechanik geht.

Wenn du vom Fenster aus gut an die Lamellen kommst, kannst du sie mit Teleskopstange, weicher Bürste und Wasser behandeln. Bei höheren Etagen ist es sinnvoll, über fachmännische Unterstützung nachzudenken, anstatt sich gefährlich hinauszulehnen oder auf improvisierte Hilfskonstruktionen zu vertrauen.

Für die schonende Pflege von außen haben sich folgende Grundsätze bewährt:

  • Keine Hochdruckreiniger direkt auf die Lamellen oder den Kasten richten, damit Dichtungen und Mechanik nicht beschädigt werden.
  • Mit lauwarmem Wasser und mildem Reiniger arbeiten, um Schmutz anzulösen, ohne die Oberfläche zu schädigen.
  • Lamellen nur bei stabiler Stellung bewegen, nicht während sie noch tropfnass sind oder gegen Widerstand laufen.
  • Bei Frostgefahr oder Temperaturen knapp über null Grad besser nicht reinigen, da Wasser gefrieren und die Mechanik verklemmen kann.

Viele Hersteller empfehlen einen regelmäßigen Reinigungsrhythmus, häufig einmal bis mehrmals jährlich. Halten sich Schmutz und Blätter hartnäckig in den Führungsschienen oder auf der Fensterbank, kann das die Bedienung erschweren. Spätestens, wenn die Lamellen nicht mehr sauber laufen, lohnt sich eine gründlichere Aktion.

Reinigung in Küche, Bad und stark belasteten Räumen

Jalousien in Küche und Bad haben besondere Bedingungen: In der Küche lagern sich Fett und Kochdämpfe auf den Lamellen ab, im Bad verstärken Feuchtigkeit und Kalkablagerungen die Verschmutzung. Dadurch haften Staubpartikel stärker und bilden schnell einen grauen Film.

In der Küche hilft eine etwas intensivere, aber immer noch milde Reinigungslösung. Ein Tropfen fettlösender Spülmittelzusatz im Wasser reicht in vielen Fällen aus. Küchenreiniger mit starkem Duft oder hoher Konzentration können auf hellen Lamellen Schlieren und Verfärbungen hinterlassen, daher lohnt sich Zurückhaltung.

Im Bad entstehen häufig Wasserflecken oder leichte Kalkränder auf Lamellen in Fensternähe. Ein weiches Tuch mit einem Schuss Essigreiniger im Wasser kann hier helfen, die Flecken zu lösen. Wichtig ist, danach mit klarem Wasser nachzuwischen, damit der Essig nicht dauerhaft auf der Oberfläche bleibt.

In Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit verschmutzen Holzjalousien meist schneller, da sie Feuchte aufnehmen und Staub daran leichter haftet. Hier zahlt sich ein strengerer Rhythmus beim Abstauben aus, damit du so wenig wie möglich feucht arbeiten musst.

Typische Fehler bei der Jalousienreinigung vermeiden

Viele Probleme bei der Reinigung von Jalousien entstehen nicht durch den Schmutz selbst, sondern durch unpassende Methoden. Wenn Lamellen sich verbiegen, Verfärbungen auftreten oder die Mechanik schwergängig wird, war der Putzaufwand oft zu grob oder das Mittel zu stark.

Zu den häufigsten Fehlern zählen:

  • Zu viel Wasser: Vor allem bei Holzjalousien, aber auch bei innenliegenden Anlagen kann stehendes Wasser ins Inneren laufen und Beschädigungen auslösen.
  • Harte Bürsten oder Scheuerschwämme: Diese können die Oberfläche zerkratzen, wodurch sie noch schneller wieder Schmutz annimmt.
  • Aggressive Reiniger: Starke Chemie kann Kunststoffe ausbleichen, Metalle anlaufen lassen oder Dichtungen angreifen.
  • Zu viel Druck beim Wischen: Dünne Lamellen verbiegen sich leicht, wenn du sie beim Putzen nach unten drückst.
  • Reinigung bei laufender Mechanik: Lamellen sollten stillstehen, während du sie säuberst. Bewegungen während der Reinigung führen leichter zu Verkantungen.

Wenn du dir bei einem Reinigungsmittel unsicher bist, probiere es zuerst an einer unauffälligen Stelle aus. Sobald du merkst, dass sich Farbe verändert, Struktur aufraut oder etwas ungewöhnlich riecht, brichst du besser ab und steigst auf eine mildere Lösung um.

Mini-Alltagsszenarien aus der Praxis

Im Alltag treffen sehr unterschiedliche Situationen aufeinander. Ein paar typische Beispiele helfen, das eigene Vorgehen besser einzuschätzen und passende Methoden zu wählen.

In einer Stadtwohnung an einer stark befahrenen Straße sammelt sich feiner, dunkler Staub auf den Lamellen. Dort ist ein wöchentliches Abstauben mit Mikrofaser sinnvoll, während eine feuchte Reinigung vielleicht nur alle paar Monate nötig wird. Wer Haustiere hat, entdeckt oft Haare im Bereich der Schnüre und auf den Lamellen, die mit einem leicht angefeuchteten Tuch besser zu fassen sind.

Wer in einer Mietwohnung lebt und vor einer Wohnungsabnahme steht, muss Jalousien häufig gründlicher reinigen, als es im Alltag der Fall wäre. Dann lohnt es sich, eine intensivere Nassreinigung mit sorgfältigem Abtrocknen einzuplanen, damit keine Rückstände oder Wasserflecken zurückbleiben, die bei der Abnahme auffallen könnten.

Arbeitsaufwand einschätzen und sinnvolle Intervalle wählen

Wie oft eine gründliche Reinigung nötig ist, hängt stark von Lage, Nutzung und Material ab. Es gibt aber ein paar Anhaltspunkte, an denen du dich orientieren kannst, ohne jedes Mal eine Großaktion zu starten.

Innenliegende Aluminium- oder Kunststoffjalousien in normal genutzten Wohnräumen kommen oft mit einem Rhythmus aus Staubentfernung alle ein bis zwei Wochen und feuchter Reinigung alle paar Monate gut zurecht. In Küche oder stark frequentierten Räumen ist ein kürzerer Abstand sinnvoll, weil Fett und Hände schneller Spuren hinterlassen.

Holzjalousien profitieren in der Regel von häufigem, trockenen Abstauben und eher seltenen, sehr vorsichtigen Feuchtbehandlungen. Außenanlagen sollten mindestens einmal im Jahr angesehen werden, ob Schmutz, Blätter oder Insektenreste sich in relevanten Bereichen sammeln. Wird das früher sichtbar, lohnt eine zusätzliche Reinigung zwischendurch.

Wer viele Anlagen im Haus hat, kommt mit einem kleinen Plan gut zurecht: An einem Tag die Innenjalousien in Wohnräumen, an einem anderen Küche und Bad, an einem weiteren Außenjalousien. So verteilst du den Aufwand und verhinderst, dass alles auf einmal ansteht.

Wann professionelle Hilfe sinnvoll sein kann

In manchen Situationen ist es praktischer oder sicherer, auf einen Fachbetrieb zurückzugreifen. Das gilt zum Beispiel dann, wenn die Jalousien sehr hoch sitzen, fest mit der Fassade verbunden sind oder die Mechanik auffällige Geräusche macht und klemmt.

Professionelle Reinigungsdienste verfügen in der Regel über passende Werkzeuge, Reinigungsmittel und Sicherungstechnik, um auch schwer zugängliche Anlagen zu säubern. Das kann bei großen Fensterfronten oder Bürogebäuden sinnvoll sein, aber auch bei privaten Häusern mit mehreren Stockwerken.

Wenn du überlegst, jemanden zu beauftragen, kannst du dir vorab überlegen, ob eine einmalige Grundreinigung ausreichen würde oder ob ein wiederkehrender Service sinnvoll ist. Häufig ist eine große, professionelle Grundreinigung ein guter Startpunkt, auf den du mit leichter Eigenpflege im Alltag aufbauen kannst.

Reinigungsschritte für eine gründliche Innenpflege im Überblick

Wer sich einen festen Ablauf angewöhnt, findet leichter in einen Rhythmus, der nicht überfordert. Ein strukturierter Durchgang hilft, nichts zu vergessen und mechanische Teile ebenso wie die Lamellen im Blick zu behalten.

Für einen typischen Durchgang an einer innenliegenden Anlage funktioniert zum Beispiel folgende Reihenfolge gut:

  1. Fenster öffnen oder zumindest kippen, damit Staub nicht nur in den Raum geweht wird.
  2. Jalousie vollständig schließen und auf eine Seite drehen.
  3. Trockenen Staub sorgfältig von oben nach unten entfernen, sowohl auf Vorder- als auch auf Rückseite.
  4. Schmutz, der stärker haftet, mit einem leicht feuchten Tuch und mildem Reiniger ablösen.
  5. Schnüre und Leiterbänder vorsichtig mit abwischen, ohne sie lange durchnässen zu lassen.
  6. Alle behandelten Bereiche gründlich trockenreiben.
  7. Zum Schluss die Mechanik einmal vollständig hoch- und herunterfahren, um sicherzugehen, dass alles frei läuft.

Wenn du diesen Ablauf ein paar Mal wiederholt hast, geht er in Fleisch und Blut über. Dann dauert eine normale Reinigung seltener länger als einen überschaubaren Zeitraum, und die Hemmschwelle sinkt, die Pflege regelmäßig einzubauen.

Häufige Fragen zur Pflege von Jalousien

Wie oft sollte ich meine Jalousien reinigen?

In normal genutzten Wohnräumen reicht es meist, alle zwei bis vier Wochen Staub zu entfernen. Eine gründlichere Nassreinigung ist je nach Staubbelastung und Raumklima alle drei bis sechs Monate sinnvoll.

Welche Reinigungsmittel sind für Jalousien geeignet?

Für die meisten Lamellen genügt lauwarmes Wasser mit einem milden Spülmittel oder Neutralreiniger. Aggressive Fettlöser, Scheuermilch oder stark alkalische Reiniger greifen Oberflächen und Mechanik an und sollten nicht verwendet werden.

Kann ich Jalousien in der Badewanne einweichen?

Innenliegende Aluminium- oder Kunststoffmodelle lassen sich oft in der Badewanne in einem milden Seifenbad reinigen, wenn der Hersteller dies nicht ausschließt. Achten Sie darauf, die Aufhängung und Seilzüge nicht unnötig zu durchnässen und lassen Sie alles vollständig trocknen, bevor Sie die Anlage wieder montieren.

Darf ich für Jalousien einen Dampfreiniger benutzen?

Ein Dampfreiniger ist für die meisten Jalousien ungeeignet, weil Hitze und Druck Beschichtungen, Dichtungen und Mechanik beschädigen können. Zudem kann der feine Wasserdampf in Kästen und Lager eindringen und dort langfristig Probleme verursachen.

Wie entferne ich Nikotin- oder Fettablagerungen von den Lamellen?

Gegen fettigen Film helfen lauwarmes Wasser und ein wenig Spülmittel, das Fett und Nikotin löst, ohne die Oberfläche zu beschädigen. Arbeiten Sie Bahn für Bahn mit einem leicht feuchten Tuch und wischen Sie anschließend mit einem zweiten, sauberen Tuch nach.

Was mache ich bei Schimmelspuren an Jalousien?

Leichte Schimmelspuren lassen sich häufig mit einem milden Reinigungsmittel und einem gut ausgewrungenen Tuch entfernen, wobei Sie immer Schutzhandschuhe und gute Lüftung einplanen sollten. Bei stärkerem Schimmelbefall oder porösen Materialien ist es aus Gesundheitsgründen oft besser, die Anlage austauschen zu lassen.

Wie verhindere ich, dass Jalousien nach der Reinigung Wasserflecken bekommen?

Nach der Feuchtreinigung sollten die Lamellen mit einem weichen, trockenen Tuch nachgewischt werden, damit sich keine Tropfen sammeln. Lassen Sie die Anlage anschließend in leicht geöffneter Stellung vollständig an der Luft trocknen, bevor Sie sie wieder normal nutzen.

Welche Hilfsmittel erleichtern die regelmäßige Pflege?

Ein Staubwedel mit Mikrofasern oder ein spezieller Lamellenreiniger mit mehreren Zangenarmen spart Zeit, weil mehrere Lamellen zugleich gereinigt werden. Staubsauger mit Bürstenaufsatz helfen zusätzlich, losen Staub schonend zu entfernen.

Wie gehe ich mit sehr alten oder empfindlichen Jalousien um?

Bei älteren Anlagen oder empfindlichen Beschichtungen ist es ratsam, zunächst an einer unauffälligen Stelle mit Wasser und einem milden Reiniger zu testen. Verzichten Sie auf starken Druck und verwenden Sie weiche Tücher, um Kratzer oder Beschädigungen zu vermeiden.

Sollte ich vor der Reinigung immer die Jalousien abmontieren?

Eine Demontage ist nur notwendig, wenn die Verschmutzung sehr stark ist oder der Hersteller dies ausdrücklich empfiehlt. In vielen Fällen reicht eine Reinigung im montierten Zustand völlig aus, wenn Sie die Lamellen schrittweise drehen und beide Seiten nacheinander bearbeiten.

Wie erkenne ich, ob meine Jalousien ausgetauscht werden sollten?

Wenn Lamellen stark verzogen sind, sich Beschichtungen lösen oder die Mechanik trotz Pflege hakt und reißt, lohnt sich eine Reparatur oft nicht mehr. Häufig ist ein Austausch dann effizienter, hygienischer und langfristig kostengünstiger.

Fazit

Mit einem klugen Mix aus regelmäßiger Trockenreinigung und gelegentlicher Feuchtreinigung bleiben Jalousien lange gepflegt und funktionstüchtig. Wer Materialeigenschaften beachtet, sanfte Reinigungsmittel nutzt und auf starke Nässe bei empfindlichen Oberflächen verzichtet, schützt Optik und Mechanik gleichermaßen. So entsteht mit überschaubarem Aufwand dauerhaft ein sauberes und angenehmes Wohnumfeld.

Checkliste
  • Aluminiumjalousien innen: Metallene Lamellen, meist leicht, dünn und kühl bei Berührung. Sie sind relativ robust, dürfen aber nicht dauerhaft nass stehen, damit keine Flecken an den Kanten entstehen.
  • Kunststoffjalousien: Leicht, etwas „wärmer“ als Metall, oft in Weiß oder bunten Farben. Sie reagieren empfindlicher auf scharfe Reiniger, können aber im Normalfall problemlos feucht abgewischt werden.
  • Holzjalousien: Massiver oder furnierter Holzlook, oft etwas breitere Lamellen. Holz mag keine Dauernässe und verträgt nur wenig Wasser, besser ist eine schonende, leicht feuchte Reinigung.
  • Außenjalousien und Raffstores: Robuste Metallkonstruktionen außen am Gebäude, häufig aus Aluminium, mit beweglichen Lamellen und Führungsschienen. Sie bekommen deutlich mehr Schmutz und Wetter ab, sind aber dafür ausgelegt.

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